
Sivert Bakken beim EM-Sprint im Jänner in Martell, wo er sich die Goldmedaille holte. © Josef Plaickner
„Unfassbar, doch unvergessen“ – Biathlon-Welt trägt Trauerflor
Die Trauer nach dem Tod des norwegischen Biathleten Sivert Bakken ist groß. Unter anderem im Martelltal hatte er im Jänner dieses Jahres seine Spuren hinterlassen.
24. Dezember 2025
Von: dpa/ansa/am
Bakken ist während eines vorolympischen Trainingslagers am Lavazéjoch im Trentino gestorben, vermutlich infolge eines plötzlichen Unwohlseins. In einer emotionalen Abschiedsbotschaft zeigte sich der Trentiner Biathlet Tommaso Giacomel ganz besonders betroffen (siehe eigenen Artikel).
„Unsere Gedanken sind in erster Linie bei Siverts Familie und allen, die ihm nahestanden, sowohl in Norwegen als auch im Ausland. Wir kooperieren mit den italienischen Behörden vor Ort“, sagte Emilie Nordskar als kommissarische Generalsekretärin des norwegischen Biathlon-Verbandes.
Weltverbandspräsident „zutiefst erschüttert“
Weltverbandspräsident Olle Dahlin zeigte sich „zutiefst erschüttert und traurig über die tragische Nachricht“. Siverts Comeback sei „eine Quelle immenser Freude für die gesamte Biathlon-Familie und ein inspirierendes Beispiel für seine Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit“ gewesen, sagte der Schwede in einer Pressemitteilung: „Sein Tod in so jungen Jahren ist unfassbar, doch er wird unvergessen bleiben und für immer in unseren Herzen sein.“© OLIVIER CHASSIGNOLE
Bakken galt einst als großes Talent. Im März 2022 gab er sein Weltcup-Debüt. Im selben Jahr gelang ihm auch ein Weltcup-Sieg. Doch kurz darauf holte ihn ein gesundheitlicher Rückschlag ein, er erlitt eine Herzmuskelentzündung. Erst in der Saison 2024/25 gab er sein Comeback im IBU-Cup, wo er sich mit mehreren Podestplätzen empfahl. Bei den Europameisterschaften im Martelltal im Jänner 2025 holte er sich Gold im Sprint über 10 Kilometer.
„Du warst der lebende Beweis für Hingabe“
In diesem Winter kehrte Bakken auch in den Weltcup-Kader zurück und schaffte mehrere Top-Ten-Platzierungen. Zuletzt war er am vergangenen Freitag beim letzten Sprintrennen des Jahres im französischen Le Grand-Bornand Fünfter geworden, fehlerfrei nur 8,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Vetle Sjåstad Christiansen.Christiansen zeigte sich bei Instagram bestürzt: „Du warst zurück!! Ganz oben auf dem Podest, oben auf den höchsten Bergen Norwegens und oben im Leben. Je mehr du trainiert hast, desto breiter war dein Grinsen. Du warst der lebende Beweis für Hingabe. Ruhe nun in Frieden..“
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