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Im Verfolgungsrennen spielten sich schlimme Szenen ab. © AFP / JEWEL SAMAD

„Mein Herz ist gebrochen“: Olympia-Aus für Biathlon-Star

„Es war einer der besten Tage meiner Karriere, bis er plötzlich zu einem der schlimmsten wurde“: Es sind tragische Worte, mit denen ein norwegischer Biathlon-Star sein Olympia-Aus verkündet.

Es war eine Szene, die in der Biathlon-Welt einen Schock auslöste. Ingrid Landmark Tandrevold war im Verfolgungsrennen nach einem fehlerfreien letzten Schießen auf Medaillenkurs, doch kurz vor dem Ziel verließen sie ihre Kräfte: Anstatt auf Platz 3 zu laufen, kam die Norwegerin fast nicht mehr voran, wurde von Konkurrentin um Konkurrentin überholt und brach im Ziel schließlich zusammen. Sofort eilten Biathletinnen und Einsatzkräfte zu Hilfe, trugen Tandrevold auf Händen aus dem Zielbereich.


Obwohl es wenig später Entwarnung gab, steht nun fest: Die 25-jährige dreifache Staffel-Weltmeisterin muss ihr Olympisches Abenteuer beenden und in die Heimat zurückreisen. „Ich wusste, dass es schlechte Nachrichten für Ingrid waren, aber manchmal muss man eine schlechte Entscheidung für den Athleten treffen, um ihn zu schützen“, sagt Norwegens Mannschaftsarzt Lars Kolsrud.

Nicht das erste Mal
Denn: Es ist nicht das erste Mal, dass die Norwegerin eine derartige Erfahrung machen musste. Bereits im Jänner 2021 bekam sie in Oberhof „etwas, das sich nach Herzflimmern anfühlte“. Jetzt werden in Oslo genaue Untersuchungen an Herz und Lunge vorgenommen.

Tandrevold selbst war am Montag am Boden zerstört. Auf der Pressekonferenz, bei der ihr Olympia-Aus verkündet wurde, rang sie mit den Tränen und sagte: „Ich werde keine weiteren Rennen mehr bestreiten. Es hat gesundheitliche Gründe. Mein Herz ist gebrochen.“ Auch im norwegischen Team ist der Schock groß. Tiril Eckhoff, die sich die Bronzemedaille geholt hat, sagte: „Es macht überhaupt keinen Spaß. Es tut weh, weil du erkennst, dass es etwas ist, worüber du keine Kontrolle hast.“

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