
Lisa Vittozzi nach ihrem Triumph in der Verfolgung bei den Olympischen Spielen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Vittozzi emotional: „Es war wie eine Wiedergeburt“
Mit der Goldmedaille in der Verfolgung bei den Olympischen Spielen hat sich Lisa Vittozzi einen Traum erfüllt und die Dämonen der Vergangenheit bezwungen. Nun gab sie einen Einblick in ihre Gefühlswelt.
03. April 2026
Von: nie
Es war eines der schillernden Märchen bei den Olympischen Spielen: In der Südtirol Arena zu Antholz krönte sich Lisa Vittozzi in der Verfolgung zur Olympiasiegerin. Tausende Fans jubelten der Azzurra in jenem glorreichen Moment zu, der nicht nur die Krönung ihrer Karriere bedeutete – sondern auch ein dunkles Kapitel endgültig schloss. „Es war nicht nur ein Ziel. Es war eine Wiedergeburt“, erinnerte sich Vittozzi jüngst in einem Post in den Sozialen Medien an die Erlösung von Antholz.
Als amtierende Gesamtweltcupsiegerin hatte die 31-Jährige die gesamte Saison 2024/25 verpasst, aufgrund von hartnäckigen Rückenschmerzen war sie zum Zuschauen verdammt. „Es gab Momente, in denen ich tief an mir selbst gezweifelt habe“, führte sie aus. „Mein Körper reagierte nicht so, wie ich es wollte, und manche Tage fühlten sich größer an als ich selbst. Tage, an denen ich nicht wusste, ob ich jemals wieder die Alte sein würde.“
Vittozzi: „Ich habe weitergekämpft“
Trotz der physischen Probleme, die sie damals eingebremst hatten, sah sich Vittozzi vor allem mit mentalen Herausforderungen konfrontiert. „Ich habe mich allein gefühlt, auch wenn ich es in Wirklichkeit nicht war. Und die schwierigste Schlacht war genau die gegen mich selbst“, schrieb sie.„Doch in mir war etwas, das nie aufgehört hat, daran zu glauben. Ein dünner Faden, manchmal zerbrechlich, aber unmöglich zu zerreißen.“ Lisa Vittozzi
Wie so oft zuvor in ihrer Karriere, gab sich die Star-Biathletin aus Sappada aber nicht auf. „Doch in mir war etwas, das nie aufgehört hat, daran zu glauben. Ein dünner Faden, manchmal zerbrechlich, aber unmöglich zu zerreißen“, so Vittozzi.
Die zweimalige Weltmeisterin kehrte wieder zurück – und zwar mental wohl stärker als je zuvor. Im wichtigsten Moment der Saison schlug sie schließlich zu und krönte sich zur Olympiasiegerin. Gänsehaut, Tränen, Jubelstürme: Die Bilder aus der Südtirol Arena wird sie wohl nie vergessen. „Dieser Sieg schmeckt anders“, unterstrich Vittozzi. „Ein Kreis hat sich geschlossen, er war das i-Tüpfelchen auf einer Karriere, auf die ich heute mit Liebe, Dankbarkeit und Stolz blicke.“
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)