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Patrick Braunhofer hat gut lachen: Er heimste sein mit Abstand bestes Weltcupergebnis ein.

Weltcup-Start: Ein Südtiroler überrascht im hohen Norden

Das erste Biathlon-Rennen der Saison 2022/23 ist geschlagen. Im Einzel-Wettkampf in Kontiolahti (Finnland) sorgte ein Schwede für den Sieg – und ein Südtiroler für ein dickes Ausrufezeichen.

Lukas Hofer ist das große Aushängeschild der Biathlon-Herren Italiens. Doch beim Weltcup-Auftakt im hohen Norden ist der Montaler verletzungsbedingt nicht dabei. Dafür hatte ein anderer Südtiroler einen großen Moment und sorgte für eine Überraschung: Patrick Braunhofer wurde nämlich 24. und heimste so sein mit Abstand bestes Karriereergebnis ein.


Der 24-Jährige aus Ratschings durfte in Vergangenheit ab und zu mal Weltcupluft schnuppern, sein bestes Ergebnis erreichte er vor zwei Jahren in Kontiolahti, als er 70. wurde. Der große Durchbruch blieb Braunhofer bislang verwehrt, denn in der vergangenen Saison lief er ausschließlich im zweitklassigen IBU-Cup. Nun sorgte er jedoch in seinem ersten Weltcuprennen seit fast zwei Jahren für ein dickes Ausrufezeichen.

19 von 20 Scheiben getroffen

„Brauni“ legt im hohen finnischen Norden stark los, vor allem am Schießstand bewahrte er die Ruhe und leistete sich in den ersten beiden Einlagen keine Fehler. Seine flotten Serien zeugten von Abgeklärtheit und plötzlich waren sogar die Top 10 greifbar.

Erst beim dritten Schießstandstopp ließ Braunhofer eine Scheibe stehen (und bekam somit eine Strafminute aufgebrummt), das brachte ihn aber nicht aus dem Konzept und so legte er im abschließenden Schießen noch eine fehlerlose Serie hin. 19 von 20 Scheiben getroffen – das ist eine bärenstarke Leistung, die ihm am Ende Platz 24 und die ersten Weltcuppunkte der Saison einbrachte. Auf diese Vorstellung lässt sich aufbauen.

Überraschungen am Podest

Den ersten Sieg der Saison schnappte sich Martin Ponsiluoma. Der Schwede, der für seine besonders starken Laufleistungen bekannt ist, präsentierte sich dieses Mal auch am Schießstand fast fehlerlos, schoss nur eine Fahrkarte und heimste so den zweiten Sieg seiner Karriere ein.

War nicht zu schlagen: Martin Ponsiluoma. © APA / BARBARA GINDL


Einen Martin Ponsiluoma kann man in solchen Sphären des Klassements erwarten, nicht aber den Zweit- und Drittplatzierten: Auf Rang 2 lief der Schweizer Jungspund Niklas Hartweg, der ohne Fehlschuss durchkam und den ersten Podestplatz seines Lebens feierte. Bisher war Platz 17 sein bestes Resultat. Dritter wurde der Deutsche David Zobel, für den es ebenfalls das erste Stockerl der Karriere ist.

Nichts zu machen für die Favoriten

Für die Favoriten a la Sturla Holm Lægreid (6.), Johannes Thingnes Bø (12.) oder Quentin Fillon Maillet (15.) gab es an diesem Nachmittag keine Podestplatzierung. Knapp an den Punkterängen vorbeigeschrammt ist Italiens Nachwuchshoffnung Tommaso Giacomel als 44., während Weltcupdebütant David Zingerle mit vier Fehlern auf dem 81. Platz landete.

Weiter geht es bei der ersten Weltcupetappe in Kontiolahti am Mittwoch um 13.15 Uhr mit dem Einzel der Damen. Dann wird auch Dorothea Wierer in die neue Saison eingreifen. Mit dem SportNews-Liveticker verpassen Sie nichts.


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