
Dorothea Wierer hat bei der Olympia-Abfahrt genau hingeschaut. © Felice Calabro'
Wierer gratuliert Paris: „Wir zwei vom alten Eisen“
Der Olympia-Auftakt steht ganz im Zeichen der Medaillen-Show von Italiens Skifahrern. Gejubelt wurde jedoch nicht nur an der Rennstrecke in Bormio, sondern auch in Antholz. Wir haben bei Dorothea Wierer und Co. nachgefragt wo und wie sie die Olympia-Abfahrt erlebt haben.
07. Februar 2026
Aus Antholz

Von:
Alexander Foppa
Ausgelassene Freude bei Giovanni Franzoni und Dominik Paris in Bormio, Jubelsprünge auch im 150 Kilometer Luftlinie entfernten Antholz Obertal. Die Biathleten haben die Silber- und Goldfahrten der Azzurri auf der Stelvio wie gebannt am Fernseher verfolgt – und am Ende ordentlich mitgefeiert. Zumindest ein Teil von ihnen.
Denn während Hannah Auchentaller, Patrick Braunhofer & Co. am späten Vormittag im Biathlonzentrum ihre Trainingsrunden drehten, saßen jene vier Athleten, die am Sonntag zum Auftakt die Mixed-Staffel bestreiten, pünktlich zum Abfahrtsstart in ihrem Teamquartier beim Antenhofer in Antholz Obertal vor dem Fernseher.
„Domme hat sich selbst beschenkt“ Dorothea Wierer
Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel vom etwas später angesetzten Training für die Mixed-Staffel. „Das ist sich alles gut ausgegangen. Wir haben das Rennen gemütlich auf dem Sofa verfolgt – und ordentlich mitgefiebert“, verrät Wierer, die besonders Dominik Paris die Daumen gedrückt hat. „Natürlich habe ich mich auch für Franzoni gefreut, doch er ist jung und wird noch viele Erfolge feiern. Bei Domme ist das was anderes.“
Giovanni Franzoni (l.) und Dominik Paris (r.) schnappten sich in der Olympia-Abfahrt Silber und Bronze. © Felice Calabro'
Dominik Paris ist genau 376 Tage älter als Dorothea Wierer. Beide eint nicht nur der selbe Hauptsponsor, eine Vergangenheit an der Sportoberschule in Mals, ihr fast zeitgleiches Weltcup-Debüt um den Jahreswechsel 2008/09, sondern generell ein Werdegang, der unheimlich viele Parallelen hat. „Wir sind ja zwei vom alten Eisen, und jetzt neigt es sich langsam gegen Ende zu. Genau deshalb gönne ich es Domme so sehr. Er hat lange auf diese Olympia-Medaille hingearbeitet – und sich jetzt selbst beschenkt.“
Den Schwung mitnehmen
Die Skifahrer haben vorgelegt, nun wollen die Biathleten nachziehen. „Natürlich ist das ein super Start, so haben wir es uns gewünscht“, sagt Tommaso Giacomel. Ihm pflichtet Wierer bei: „Das befeuert die Euphorie – nicht nur bei den Skifahrern.“ Nun gilt es, diesen Schwung von Bormio auf die Antholzer Loipen zu bringen. Dort machen Giacomel, Wierer und Co. am Sonntag Jagd auf die erste Medaille. In der Mixed-Staffel zählen sie ab 14.05 Uhr (live im SportNews-Ticker) zum erweiterten Favoritenkreis.>>> Hier geht es zur Olympia-Sonderseite. <<<
Dorothea Wierer © infografik
Dominik Paris © infografik
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