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Dorothea Wierer blickt ihrem Karriereende entgegen. © APA/afp / ODD ANDERSEN

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Dorothea Wierer blickt ihrem Karriereende entgegen. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Wierer mit Lampenfieber: „Ich brauche Schlaftropfen“

Es wird ihr letztes Rennen, ihr ganz großer Tag: Dorothea Wierer wird am Samstag ihre glorreiche Karriere beenden. Bei Olympia daheim in Antholz. In den Stunden vor ihrem letzten Auftritt ist die Biathlon-Queen allerdings kaum wiederzuerkennen.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Dorothea Wierer ist für gewöhnlich die Coolness in Person – so zumindest hat es nach außen hin den Anschein. Freudensprünge, Wutausbrüche, Tränen kennt man bei ihr nicht. „Ich weiß aber nicht, wie das am Samstag sein wird. Vielleicht lache ich, vielleicht weine ich“, ließ Wierer bereits vor Tagen durchblicken.


Hinter der Fassade verbirgt sich zumeist eine ganz andere Dorothea Wierer. Eine, die von Ehrgeiz, Siegeswillen und Emotionen getrieben ist. Leute in ihrem näheren Umfeld wissen, dass Doro auch mit bald 36 Jahren noch immer an Lampenfieber leidet. „Sie wird angespannt sein, ganz sicher. Sie wird auch nervös sein. Alles andere wäre aber auch nicht normal“, so Teamkollege Lukas Hofer, „Sie ist eine der größten Biathletinnen, ihr gebührt nochmal die große Bühne.“

„Sie wird sicherlich nervös sein“ Lukas Hofer

Diese große Bühne wird die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin am Samstag um 14.15 Uhr betreten (im SportNews-Ticker), wenn in Antholz der letzte Olympische Bewerb ausgetragen wird. Ein Massenstart über 12,5 Kilometer. Und Wierer wäre nicht Wierer, wenn sie nicht nochmal voll angreift, alles unternimmt, um auf den letzten Drücker ihr ersehntes erstes Olympia-Gold einzufahren.

Dorothea Wierer läuft am Samstag in Antholz ihr letztes Rennen. © ANSA / MARTIN METELKO

Dorothea Wierer läuft am Samstag in Antholz ihr letztes Rennen. © ANSA / MARTIN METELKO


Unmittelbar nach ihrem vorletzten Auftritt am Mittwoch in der Staffel sagte sie: „Ich werde die nächsten Nächte wieder wach im Bett liegen. Das ist bei mir mittlerweile Standard. Ich brauche ein paar Schlaftropfen, vielleicht geht's dann ja.“

Voller Fokus auf das letzte Rennen

Seit diesen Aussagen ist Wierer in Antholz förmlich untergetaucht. Sie lief am Donnerstag im dichten Schneetreiben nur kurz in den Loipen, zeigte sich dann Freitagmorgen nochmal im offiziellen Abschlusstraining. Für Interviews oder Medienanfragen stand sie aber nicht zur Verfügung. Das ist für Wierer ungewohnt – und zeigt: voller Fokus auf ihr letztes Rennen, ihren ganz großen Tag.



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