e Biathlon

Sprint-Siegerin Marte Olsbu Røiseland darf sich als Weltmeisterin über 25.000 Euro Preisgeld freuen. © biathlon-antholz.it / Federico Modica

WM in Antholz: Wie sieht’s mit dem lieben Geld aus?

Die Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz ist ein Spektakel sondergleichen und fasziniert die Massen. Die Athleten selbst kämpfen in der Südtirol Arena vor tausenden von Zuschauern um Ruhm, Ehre, Medaillen – und nicht zuletzt auch ums liebe Geld. Auch, wenn im Biathlon im Vergleich zu anderen Wintersportarten nicht die ganz große Kohle zu holen ist.


Von Thomas Debelyak, Antholz



Insgesamt wird in Antholz ein Preisgeld von 1,26 Millionen Euro verteilt. Ausgezahlt wird es vom Weltverband IBU, wodurch sich das Biathlon von anderen Sportarten wie beispielsweise dem Skifahren unterscheidet. Dort müssen die Veranstalter selbst für das Preisgeld aufkommen.

Wie viel kassieren nun aber die Athleten? Bei einem Sieg bekommt der neue Weltmeister 25.000 Euro überwiesen, der Zweite 19.000 und der Dritte 14.000 – alles brutto, versteht sich. Bis zum 20. Rang wird ein Preisgeld ausbezahlt, wobei diese Platzierung mit 650 Euro vergütet wird.


Für die Staffel-Bewerbe gelten andere Richtlinien: Hier bekommt das Siegerquartett 28.000 Euro, weshalb auf jeden einzelnen 7.000 Euro entfallen. Für Platz 2 gibt’s 22.000 Euro (sprich 5.500 Euro pro Nase), für den dritten Rang 18.000 Euro (4.500 Euro pro Nase).

Auch andere Gadgets warten
Eine Weltmeisterschaft unterscheidet sich – logischerweise – vom Weltcup. Dort wird ein Sieg mit 15.000 Euro entlohnt. Insgesamt zahlt der Verband in einer Saison mit Weltmeisterschaft, Weltcups, Nationencup, Prämien für Gesamtwertungsplatzierung und Gewinn der Kristallkugeln 6,6 Millionen Euro an Preisgeldern aus.

Durch ihren Vize-Weltmeistertitel durften sich Lukas Hofer, Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi und Dominik Windisch über je 5.500 Euro freuen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Zurück zur WM: Dort dürfen sich die Medaillengewinner in Antholz nicht nur über ein Preisgeld freuen, sondern bekommen auch andere Anerkennungen wie eine Holztrophäe und Gadgets wie beispielsweise Rucksäcke oder Powerbanks. Jeder Weltmeister kommt zudem in den Genuss eines Einkaufsgutscheins über 500 Euro von Luis Trenker.
Top-Verdiener sind andere
Im Vorjahr heimste Dorothea Wierer als Gesamtweltcupsiegerin und Massenstart-Weltmeisterin rund 240.000 Euro an Preisgeldern ein. Dazu kommen klarerweise noch andere Einkünfte wie Sponsorengelder oder das Gehalt ihrer Sportgruppe der Finanzwache. Bei den Herren durfte sich der Dominator Johannes Thingnes Bø gar über 462.500 Euro freuen.

Für seinen Abfahrts-Sieg in Kitzbühel kassierte Ski-Star Matthias Mayer 100.000 Euro. © APA / HANS PUNZ


Mit den Topverdienern der Skifahrer können die Biathleten nicht mithalten. Mikaela Shiffrin hat im Vorjahr beispielsweise 880.000 Euro an Preisgeldern kassiert, Dominik Paris brachte es auf knapp 400.000 Euro. Für einen Weltcup-Sieg gibt es bei den Skifahrern in der Regel 42.300 Euro, in Kitzbühel heuer sogar 100.000 Euro.

Top-Verdiener in puncto Preisgeld waren aus Südtiroler Sicht weder im Biathlon noch im Ski-Alpin-Zirkus zu finden: Tennis-Ass Andreas Seppi kassierte im letzten Jahr 730.000 Euro Preisgeld, Shootingstar Jannik Sinner hat in nur einem Jahr ebenfalls die hübsche Summe von knapp 700.000 Euro gesammelt.

Autor: det

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