
Dorothea Wierer bei ihrem letzten Rennen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Zum Abschied: Dorothea Wierer bärenstark
Die Olympischen Spiele in Antholz sind vorbei: Im abschließenden Wettkampf am Samstag, dem Massenstart der Damen, hat gleichzeitig Dorothea Wierer ihr letztes Rennen bestritten. Dabei zeigte die 35-Jährige noch einmal ihr ganzes Können.
21. Februar 2026
Von: dl/nie
Knapp zwei Jahrzehnte hat Wierer den Biathlon-Sport geprägt und unvergessliche Momente erlebt: Zwei große Kristallkugeln gewann die Eliteschützin aus Niederrasen, neben 17 Weltcupsiegen feierte sie auch vier WM-Titel und vier Medaillen bei Olympischen Spielen. Bei starkem Schneefall hat sich die Südtirolerin von ihrem Publikum in Antholz mit einem fünften Platz von der Biathlon-Bühne verabschiedet.
Mit insgesamt zwei Schießfehlern und einer bärenstarken Laufleistung war eine angriffslustige Wierer bis zur Schlussrunde im Kampf um die Medaillen dabei. Am Ende fehlten ihr in einem kräftezehrenden Rennen knapp 23 Sekunden auf eine Medaille.
Franziska Preuß und Dorothea Wierer nach dem Massenstart in Antholz. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Trotzdem: Ein mehr als nur gelungener Abschied für Wierer, die sich kurz vor der Ziellinie von den Fans verabschiedete und nach der Silbermedaille in der Mixed-Staffel ein weiteres – und auch letztes – Mal die Herzen in der Südtirol Arena höher schlagen ließ.
Michelon triumphiert – Bronze geht an Sensationsfrau
Gold ging unterdessen an die Französin Océane Michelon. Nach dem dritten Schießen ging die 23-Jährige zunächst in Führung, brockte sich beim letzten Stehendanschlag aber ihre zweite Strafrunde an diesem Nachmittag ein. Auf der Schlussrunde fing Michelon aber noch die tschechische Sensationsfrau Tereza Voborníková, die nach dem finalen Schießen plötzlich auf Platz eins lag, ein und holte nach Silber im Sprint und dem Triumph mit der Damen-Staffel ihr drittes Edelmetall bei diesen Winterspielen.Océane Michelon hat sich zur Olympiasiegerin im Massenstart gekrönt. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Mit Julia Simon schob sich im finalen Akt eine weitere Französin noch an Voborníková vorbei. Die 29-Jährige, die schon im Einzel sowie in Mixed- und Damen-Staffel Gold bejubeln durfte, lag bis zum dritten Schießen in Front – musste dann jedoch in die Strafrunde abbiegen und holte ihren Rückstand nicht mehr auf.
Nach Olympia folgt der Weltcup
Für die Biathleten steht nun eine kleine Pause auf dem Programm. Zwei Wochen nach den Winterspielen geht es dann mit dem Weltcup im finnischen Kontiolahti weiter (5. bis 8. März). Wierer und Franziska Preuß, die ihre Karriere ebenso mit dem Massenstart am Samstag beendete, werden die Rennen im hohen Norden erstmals nicht als aktive Profis erleben.| Pos. | Name | Strafrunden | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Océnae Michelon (Frankreich) | 1 | 37.18,1 Minuten |
| 2. | Julia Simon (Frankreich) | 1 | +6,6 Sekunden |
| 3. | Tereza Voborníková (Tschechien) | 1 | +7,4 Sekunden |
| 4. | Anna Magnusson (Schweden) | 0 | +26,6 Sekunden |
| 5. | Dorothea Wierer (Italien/Niederrasen) | 2 | +30,0 Sekunden |
| 6. | Elvira Öberg (Schweden) | 1 | +31,9 Sekunden |
| 7. | Vanessa Voigt (Deutschland) | 1 | +36,2 Sekunden |
| 8. | Karoline Offigstad Knotten (Nowegen) | 2 | +43,8 Sekunden |
| 9. | Anna Andexer (Österreich) | 1 | +59,2 Sekunden |
| 10. | Hanna Öberg (Schweden | 3 | +1.03,1 Minuten |
| 18. | Lisa Vittozzi (Italien) | 4 | +1.43,5 Minuten |
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)