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Rücktritt im Biathlon-Zirkus.

„Zwei Jahre langer Albtraum“: Frust-Rücktritt im Biathlon

Nach der zurückliegenden Saison sind einige Biathlon-Karrieren zu Ende gegangen. Auch der eine oder andere Athlet der zweiten Reihe hat sich verabschiedet. Was aber nicht heißt, dass der Rücktritt weniger emotional ausfällt.

Der Name Martin Perrillat-Bottonet sagt den meisten Biathlon-Fans wohl nicht viel. Verständlich, denn auf der großen Weltcup-Bühne war der Franzose nur ganz selten in Erscheinung getreten – und wenn, dann klassierte er sich jenseits der Punkteränge. Trotzdem galt er einst als Talent, 2018 holte er sich etwa den Gesamtsieg beim Junior-Cup und gab so ein Versprechen für die Zukunft ab. Dieses Versprechen hat vor wenigen Tagen die Karriere im Alter von 24 Jahren beendet – nachdem es zuvor eine ganz schwierige Zeit durchlebt hatte.


Perrillat-Bottonet war lange Zeit hauptsächlich im IBU-Cup unterwegs gewesen und erzielte dort auch einige beachtliche Ergebnisse. So schloss er die Saison 2019/20 an vierter Position des Gesamtrankings ab. Als Belohnung durfte er im darauffolgenden Sommer die Vorbereitung mit dem Weltcup-Team absolvieren – doch das war der Anfang vom Ende. Die intensiven Einheiten machten Perrillat-Bottonet körperlich kaputt, wie er in seiner Rücktrittsbotschaft auf Social Media erklärt: „Es war ein zwei Jahre langer Alptraum durch Übertraining, von dem ich mich nicht mehr erholt habe. Das ist der Hauptgrund für meinen Abschied.“

Nichts ging mehr
Zu Beginn der Saison 2020/21 absolvierte er einige Weltcuprennen, wurde nach schwachen Resultaten aber schnell wieder in den IBU-Cup degradiert. Heuer folgte schließlich ein Winter ohne einen einzigen Wettkampf. „Die Motivation und das Herz waren nicht mehr da“, schreibt der 24-Jährige und ergänzt: „Ich möchte allen danken, mit denen ich diese magischen Momente erleben durfte. Nun ist es an der Zeit, umzublättern.“

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