S+
Schreckmoment beim Start: Der US-Bob verlor  seine Besatzung. © ARD

f Bob

Schreckmoment beim Start: Der US-Bob verlor seine Besatzung. © ARD

Bei gefährlicher Panne: Baumgartner kratzt an EM-Medaille

So etwas hatte man bislang nur im Disney-Kultfilm „Cool Runnings“ gesehen. Beim Viererbob-Weltcuprennen auf der legendären Natureisbahn in St. Moritz stürzten beim Anschieben alle drei Crewmitglieder von US-Pilot Kristopher Horn.

Schlitternd und rutschend konnten die Amerikaner nur noch hinterherschauen, wie Horn den 210 Kilogramm schweren Schlitten allein Richtung Ziel steuerte. Aufgrund des fehlenden Gewichts schleuderte er die 1.722 Meter lange Piste im Schweizer Engadin förmlich hinunter.


Im Ziel musste er blitzschnell reagieren, blickte nach hinten, sah keine Anschieber mehr. So rutschte er gedankenschnell von den Lenkseilen drei Positionen nach hinten auf die Bremserposition und brachte seinen großen Schlitten zum Stehen.

https://www.youtube.com/watch?v=MWhRsf-pblo


Spontan erntete er Applaus von den anderen Bobfahrern und den Fans an der Strecke. Die gefährliche Situation ist nochmal gut ausgegangen. Das Team wurde laut Regelement disqualifiziert, da alle vier Insassen ins Ziel kommen müssen.

Baumgartner auf Platz 4

Abseits dieses Schreckmoments sorgte Patrick Baumgartner für ein sportlich starkes Ergebnis. Auf der einzigen Natureisbahn der Welt belegte das Quartett mit dem Pfalzner Piloten, Eric Fantazzini, Robert Mircea und Lorenzo Bilotti den vierten Platz. Am Ende fehlten elf Hundertstel auf Bronze.

Bobpilot Patrick Baumgartner (vorne) fährt die bislang beste Saison seiner Karriere. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER

Bobpilot Patrick Baumgartner (vorne) fährt die bislang beste Saison seiner Karriere. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER


In der sechsten Saisonstation des Weltcups teilten sich die Azzurri diese Platzierung zeitgleich mit dem österreichischen Team um Markus Treichl. Baumgartner hatte bereits einen dritten Platz in Innsbruck sowie drei vierte Plätze in Lillehammer (zweimal) und nun auch in St. Moritz eingefahren.

Deutscher Doppelsieg

Den Sieg sicherte sich der Deutsche Adam Ammour in einer Zeit von 2:09,51 Minuten. Landsmann Johannes Lochner folgte mit nur sieben Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang zwei, während der Schweizer Michael Vogt mit 55 Hundertsteln Rückstand das Podium komplettierte.

Nicht für den zweiten Lauf qualifizieren konnte sich hingegen das zweite Italien-Team mit Mattia Variola, Fabio Batti, Mario Lambrughi und dem Südtiroler Alex Verginer. Das Quartett verpasste den Cut um lediglich eine Position.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH