
Bobpilot Patrick Baumgartner mit seiner Verlobten Greta. © Instagram
Patrick Baumgartner: „Jetzt wird geheiratet“
Im allerletzten Olympischen Wettkampf in Cortina d’Ampezzo mischte am Sonntag der Südtiroler Bobpilot Patrick Baumgartner ganz vorne mit. Doch für die große Krönung, sprich eine Medaille, sollte es nicht reichen. Nun wartet dafür ein privates Highlight.
22. Februar 2026
Aus Cortina d'Ampezzo

Von:
Thomas Debelyak
Die Eugenio-Monti-Bahn, dieser schlangenartige Eiskanal im Herzen Cortina d’Ampezzos, hat dem Südtiroler Sport in den letzten Tagen eine Flut an Emotionen beschert – man denke nur an die Medaillenshows unserer Kunstbahnrodler. Doch ein Ass lag am allerletzten Wettkampftag noch im Ärmel. Nicht im Rodeln, sondern im Bobsport.
Patrick Baumgartner, der beste Pilot Italiens, reiste mit berechtigten Medaillenhoffnungen in den Olympia-Ort, immerhin war er mit seinem Viererbob heuer im Weltcup schon einmal aufs Podest gefahren und hatte etliche weitere Male daran geschnuppert. Doch am Ende blieb die große Krönung aus: Der Pfalzner landete mit seinen Anschiebern Lorenzo Bilotti, Robert Mircea und Eric Fantazzini auf dem fünften Platz.
Patrick Baumgartner (rechts vorne) beim Start. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
„Natürlich ist einiges an Enttäuschung jetzt da“, sagte Baumgartner anschließend. „Wir wollten die Medaille unbedingt, waren uns aber bewusst, dass das Niveau einfach extrem hoch ist.“ Wenig überraschend gingen Gold und Silber nach Deutschland (Johannes Lochner bzw. Francesco Friedrich), Bronze schnappte sich hingegen die Schweiz um Pilot Michael Vogt, die im vierten und letzten Run den dritten deutschen Bob um Adam Ammour vom Podest verdrängte.
„Ein fünfter Platz ist immer noch gut.“ Patrick Baumgartner
„Ich freue mich für den Schweizer, er hat sich Bronze verdient“, sagt Baumgartner, fügt aber im selben Atemzug an: „Wir hätten in seiner Position sein können! In dieser Saison haben wir uns oft um das Podest oder Platz 4 gebattelt, waren also auf dem gleichen Niveau. In diesen beiden Tagen war er aber ein bisschen besser als wir, das müssen wir akzeptieren.“ Der 31-Jährige betont gleichzeitig: „Ein fünfter Platz ist immer noch gut! Leider Gottes haben am Ende diese 25 Hundertstelsekunden gefehlt.“
Jetzt freut er sich auf die Hochzeit
Für Baumgartner ist die Saison nun zu Ende, Weltcuprennen stehen keine mehr auf dem Programm. Dafür hat der Pfalzner ein ganz anderes Projekt ins Auge gefasst. Er wird im Juni nämlich seine Langzeitfreundin Greta Passler heiraten. Greta stand am Sonntag – genauso wie ihre Schwester und Biathletin Rebecca Passler – im Zielraum und feuerte ihren Patrick bei seinem Olympia-Auftritt an.„Wir haben schon bei der Verlobung festgelegt, dass die Hochzeit nach Olympia steigt.“ Patrick Baumgartner
„Wir haben uns vor zwei Jahren an einem Strand verlobt, sie war da ein klein wenig überrascht. Wir haben aber bereits damals festgelegt, dass die Hochzeit nach den Olympischen Spielen steigt“, so Baumgartner, der ergänzt: „Es wartet noch einiges an Arbeit auf uns, es ist noch viel zu planen. Aber ich freue mich auf diesen Tag.“
Traum von Olympia-Medaille lebt weiter
Neben der Hochzeit ist für Baumgartner eine weitere Sache fix: „Es werden nicht meine letzten Olympischen Spiele gewesen sein! Physisch geht es mir blendend, deshalb hoffe ich, dass ich noch einige gute Jahre vor mir habe.“ Der Traum von einer Olympia-Medaille, er lebt für Patrick Baumgartner also auch nach den Winterspielen 2026 weiter.Profil bearbeiten
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