Wintersport

Jessica Malsiner wurde positiv auf das Coronavirus getestet. © Jessica Malsiner

Corona-Schock bei der WM: Malsiner & Co. reisen ab

Die Nordische Skiweltmeisterschaft in Oberstdorf hat gerade erst begonnen – und trotzdem ist sie für eine große heimische Delegation schon zu Ende: Alle Skispringer müssen aufgrund positiver Corona-Fälle abreisen.

Als am Donnerstag ein Mitglied des Skisprungteams positiv getestet wurde, läuteten bei Jessica Malsiner & Co. die Alarmglocken. Nichtsdestotrotz konnte sie und ihre Schwester Lara am Wettkampf auf der Normalschanze teilnehmen – allerdings ohne Unterstützung der Trainer, die den Heimweg angetreten hatten, um die Athleten nicht zu gefährden. Mittlerweile hatte sich das Virus innerhalb des Teams aber ausgebreitet: Jessica Malsiner wurde am Samstag positiv getestet.


Daraufhin hat der italienische Wintersportverband FISI die Reißleine gezogen und die gesamte Skisprungmannschaft von Oberstdorf nach Hause beordert. Eine Entscheidung, die heftige Kritik hervorruft: „Wir werden zur Prävention nach Hause geschickt, obwohl wir zahlreiche negative Tests abgelegt haben“, ärgert sich Daniel Moroder: „Das ist nicht fair.“ Es sei bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass der Mannschaft dieses Schicksal widerfahre.

Die Entscheidung der FISI geht darauf zurück, dass alle Athleten Italiens (Langläufer, Skispringer und Nordische Kombinierer) im gleichen Hotel residieren. Ansteckungen anderer Sportler oder Teammitglieder würden wohl das WM-Aus für den ganzen Verband bedeuten. Und das kann sich die FISI nicht leisten, wenngleich Aaron Kostner & Co. so aufgeteilt wurden, dass es möglichst keinen Kontakt zwischen den Athleten der jeweiligen Sportarten gibt. Deshalb ist diese Entscheidung – so bitter sie auch ist – nachvollziehbar.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Um die Damen ist es ausgesprochen schade, sie stehen selten im Rampenlicht, müssen hart arbeiten und jetzt müssen sie abreisen. Hoffentlich wird jetzt nicht alles über den Haufen geworfen. Die Herren hingegen hätten ruhig zuhause bleiben können. Da muss der Wurm darinnen sein. Heuer war doch angeblich eine Koriphäe aus Österreich aufgeboten worden, gebracht hat es rein gar nichts, Insam wird jedes Jahr schlechter. Was war die Aufgabe der Koriphäe, hat er nur einige Male vorbei geschaut um gute Ratschläge zu erteilen oder war es ein richtiger Trainer? Der Aufbau geht nicht von heute auf morgen, aber ein Zeichen seiner Anwesenmheit hätte man schon bemerken sollen. Es hat den Anschein, als ob einige Regionaltrainer besser geeignet seine, als die für den FISI tätigen, vielleicht hängt es auch mit der Persönlichkeit der Sportler zusammen, die auf eine Art besser reagieren als auf eine andere.

28.02.2021 09:41

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