Wintersport

Dietmar Nöckler wäre gerne bei der WM gestartet. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. © Pentaphoto

Die Reaktionen nach dem WM-Aus: „Bin sehr traurig, aber…“

Wegen einiger Coronafälle in den eigenen Reihen hat der italienische Wintersportverband eine drastische Maßnahme ergriffen und sämtliche Akteure von der nordischen Ski-Weltmeisterschaft abgezogen. SportNews hat die Reaktionen eingefangen.

Nur wenige Tage nach den Skispringern, die wegen eines Coronafalls am Sonntag aus Oberstdorf abreisen mussten, hat es die restlichen Azzurri erwischt: Fünf Tage vor dem eigentlichen Ende der Titelkämpfe in Bayern müssen nun auch die Langläufer und die nordischen Kombinierer ihre Koffer packen. Grund dafür sind einige positive Tests im italienischen Betreuerstab.


Besonders hart ist diese Entscheidung für Dietmar Nöckler, der als einziger Südtiroler Langläufer an der WM teilgenommen hätte und erst am Mittwoch nach Oberstdorf gereist wäre. Seinen Auftritt hätte er am Sonntag gehabt – doch daraus wird nichts mehr. „Es war mein großes Ziel, noch einmal an einem klassischen 50-Kilometer-Rennen bei einer WM teilzunehmen“, schreibt der Brunecker in einem langen Posting auf Social Media. „Ich habe mich bestmöglich vorbereitet und eine Form erreicht, die ich seit 2017 nicht mehr hatte. Was dann im Rennen rausgekommen wäre, weiß ich nicht. Ich war aber bereit.“

„Wir Athleten sind die Letzten, die sich beschweren sollten.“
Dietmar Nöckler
Dann kam aber die Hiobsbotschaft, dass Italien seine WM-Zelte vorzeitig abbricht. „Meine WM endet, bevor sie überhaupt begonnen hat. Die Enttäuschung ist enorm und ich bin sehr traurig“, so Nöckler, der gleichzeitig aber auch zugibt: „Aber, wie sagte einer der größten Sportler aller Zeiten, Rafael Nadal: Wir sind mitten in einer Pandemie, die viele Tote gefordert hat. Viele Menschen haben ihre liebsten Personen verloren, andere haben seit einem Jahr keine Arbeit mehr. Wir Athleten sind also die Letzten, die sich beschweren sollten. Danke an den Verband und an die Sportgruppen, dass sie es uns trotz dieser Umstände ermöglicht haben, Rennen zu bestreiten.“
WM auch für Costa und Kostner zu Ende
Neben Nöckler wären auch noch für die Nordischen Kombinierer Samuel Costa und Aaron Kostner Rennen angestanden. „Die WM ist für mich vorüber“, schrieb Costa in den sozialen Netzwerken. „Ich bin dankbar über das, was ich in diesen Tagen gelernt habe. Ich bin etwas enttäuscht, dass ich meine Form auf der Normalschanze nicht ausspielen konnte (20. im Einzel, 7. im Team, Anm. d. Red.). Deshalb habe ich mich sehr auf die Wettkämpfe von der Großschanze gefreut. Ich bin dankbar, dass es im Team unserer nordischen Kombinierer keine positiv Getesteten gibt. Trotzdem hat die FISI entschieden, uns heimzuschicken.“


Autor: det

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Kommentare (2)

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Hermann Zanier [melden]

Komplimente an die Athleten, das ist die richtige Einstellung, um so einem Ereignis zu begegegnen. Es bedeutet noch lange nicht, dass alles vorüber ist, man kommt nur zur Erkenntnis, dass ein Wettkampf nicht alles auf der Welt ist.

03.03.2021 19:13

Hermann Zanier [melden]

Komplimente an die Athleten, das ist die richtige Einstellung, um so einem Ereignis zu begegegnen. Es bedeutet noch lange nicht, dass alles vorüber ist, man kommt nur zur Erkenntnis, dass ein Wettkampf nicht alles auf der Welt ist

03.03.2021 19:09

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