
Daniel Grassl kam nicht auf Touren. © ANSA / NEIL HALL
Daniel Grassls völlig verkorkste EM-Kür
Die Hoffnungen auf eine Südtiroler Medaille bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Sheffield (England) sind am Samstagabend verpufft, denn Daniel Grassl erlebte eine rabenschwarze Kür.
17. Januar 2026
Von: leo
Obwohl Daniel Grassl nach dem Kurzprogramm auf Rang fünf außerhalb der Medaillenplätze lag, trauten ihm viele den Sprung in die Top 3 zu. Nicht zuletzt, weil er von jenen Athleten, die sich im Spitzenquintett befanden, statistisch gesehen das größte Potenzial hatte. Dieses konnte er ausgerechnet in der Kür aber nicht an den Tag legen. Nach einem völlig verpatzten Auftritt rutschte der Meraner auf Rang 15 ab.
Der Auftritt begann für den Südtiroler äußerst schlecht, da er bei den ersten zwei Vierfachsprüngen stürzte. In der Folge ging er noch ein drittes Mal zu Boden. Grassl war nicht wiederzuerkennen und erhielt für seine Kür nur 130,51 Zähler von der Jury zugesprochen. Bei seinem persönlichen Rekord, den er Anfang Dezember beim Finale des Grand Prix aufgestellt hatte, glänzte er noch mit über 194 Kür-Punkten. Für den bereits für die Olympischen Spiele qualifizierten Grassl blieb so eine zweite EM-Medaille verwehrt. 2022 hatte er in Tallinn Silber errungen.
Rizzo holt Medaille
Grund zur Freude hatte hingegen Matteo Rizzo, der bereits zum vierten Mal aufs EM-Podest sprang. Der 27-Jährige aus Rom leistete sich keine Unsauberkeiten und kämpfte nach dem Ende seiner Kür mit den Tränen. Kein Wunder, da er sich durch die Silbermedaille mit großer Wahrscheinlichkeit auch einen Platz an den Olympischen Spielen erkämpft hat. Rizzo zeigte mit 168,37 Punkten die zweitbeste Kür der EM.Das Podest mit Matteo Rizzo, Nika Egadze und Georgii Reshtenko. © APA/afp / IAN HODGSON
Der überragende Sieg ging an den Georgier Nika Egadze, der sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür die beste Punktzahl aufstellte. Letztendlich lag er rund 17 Punkte vor Rizzo. Für den 23-Jährigen war es die erste EM-Medaille in seiner Karriere. Auf den dritten Platz klassierte sich der Tscheche Georgii Reshtenko, der sich dank der drittbesten Kür um fünf Ränge verbesserte. Titelverteidiger Lukas Britschgi (Schweiz) musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben.
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