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Daniel Grassl fiel deutlich zurück. © ANSA / NEIL HALL

2 Eiskunstlauf

Daniel Grassl fiel deutlich zurück. © ANSA / NEIL HALL

Dramatische Kür: Auch Daniel Grassl fällt zurück

Nach einem überragenden Kurzprogramm lebte für Daniel Grassl bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina die Medaillenchance. Doch der 23-jährige Meraner fiel am Freitagabend in der Kür weit zurück.

Grassl war als Vierter nach dem Kurzprogramm ins Rennen gegangen und hatte sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das olympische Finale erarbeitet. Mit 93,46 Punkten zeigte Grassl eines seiner stabilsten Kurzprogramme der Saison, nur wenige Zähler von seiner persönlichen Bestleistung entfernt. Doch Grassl musste am Ende mit Rang neun Vorlieb nehmen.


Der Griff zur zweiten Olympiamedaille innerhalb weniger Tage war im Vorhinein nicht völlig ausgeschlossen – und Grassl nahm volles Risiko. Der Beginn war auch vielversprechend – unter anderem mit einem vierfachen Lutz und Rittberger. Doch gegen Ende der Kür schlichen sich immer mehr Unsauberkeiten ein, wobei Grassl einmal auch kurz zu Boden ging.

Daniel Grassl patzte in der Kür. © APA/afp / WANG ZHAO

Daniel Grassl patzte in der Kür. © APA/afp / WANG ZHAO


Damit hat Grassl seinen siebten Platz, den er bei seinem Olympia-Debüt in Peking erreicht hatte, bei den Spielen vor der eigenen Haustür nicht bestätigen können. Anschließend wirkte Italiens bester Eiskunstläufer auch geknickt und ein wenig niedergeschlagen. Der zweitbeste, der Mailänder Matteo Rizzo, landete auf Platz 15.

Dem Top-Favoriten versagen die Nerven

Der klare Führende nach dem Kurzprogramm, Ilia Malinin aus den USA, war der große Top-Favorit auf Gold. Der erst 21-Jährige hat die Disziplin technisch wie künstlerisch neu definiert. Doch in der Kür stürzte er unter anderem auch nach einem Doppelsalto. Der zweifache Weltmeister fiel auf Rang acht zurück und war anschließend total niedergeschlagen.

Top-Favorit Ilia Malinin vermasselte die Kür. © APA/afp / GABRIEL BOUYS

Top-Favorit Ilia Malinin vermasselte die Kür. © APA/afp / GABRIEL BOUYS


Gold ging unterdessen an den 21-jährigen Kasachen Mikhail Shaidorov, der nach dem Kurzprogramm nur Fünfter gewesen war und eine überragende Kür zeigte. Silber und Bronze gingen an die beiden Japaner Yuma Kagiyama und Shun Sato. Der enttäuschte Malinin gratulierte den Medaillengewinnern fair und zeigte Größe. Der Schock war ihm aber im Gesicht anzusehen.

Eiskunstlauf, Einzel der Herren:

Pos.NameLandZeit
1.Mikhail ShaidorovKAZ291,58
2.Yuma KagyamaJPN280,06
3.Shun SatoJPN274,90
4.Junwhan ChaKOR273,92
5.Stephen GoglevCAN273,78
6.Petr GuemennikAIN271,21
7.Adam Him SiaoFRA269,27
8.Ilia MalininUSA264,49
9.Daniel GrasslITA/Meran263,71
10.Nika EgadzeGEO260,27
15.Matteo RizzoITA243,18

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