
Maria Gasslitter überzeugte auch im Big Air. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV
Maria Gasslitter: „Neuen Trick erst vor zwei Tagen gelernt“
„Zum ersten Mal überhaupt stehe ich in einem Big-Air-Finale – und das bei Olympia“, strahlte Maria Gasslitter. Die junge Freestylerin aus Pontives, die erst in diesem Winter den Sprung in den Weltcup geschafft hatte, ist am Montag (ab 19.30 Uhr) bei der Medaillen-Entscheidung dabei.
15. Februar 2026
Aus Livigno

Von:
Alex Raffeiner
„Ich kann's fast nicht glauben. Ich bin so froh, dass ich es wieder geschafft habe“, sagte Gasslitter, die schon im Slopestyle mit dem Final-Einzug ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hatte und dort den zehnten Platz erreichte.
Auf Platz zehn beendete Gasslitter am Samstagabend auch die Big-Air-Qualifikation und steht damit im Finale der besten Zwölf. „Ich wollte – genau wie im Slopestyle – einfach nur Spaß haben und zwei gute Tricks zeigen. Das ist mir gelungen“, freute sich die 19-Jährige des SC Gröden. Der Sprung in eine Sportgruppe dürfte angesichts dieser Leistungen nur eine Frage der Zeit sein. „Das ist natürlich das Ziel“, sagte Südtirols beste Freestylerin, die im Sommer ihre Matura gemacht hat.
Gasslitter überglücklich
Geschafft hat Gasslitter den Sprung ins Big-Air-Finale mit zwei Tricks, die sie erst kürzlich gelernt hat. „Den ersten Trick, den Switch Double 9, habe ich vor zwei Tagen im Training erstmals auf Schnee ausprobiert. Ich bin so glücklich, dass er mir gelungen ist“, sagte die Freestyle-Spezialistin, die verriet, dass sie im Sommer im Banger Park in Scharnitz diesen Trick geübt hatte. Die Anlage in Nordtirol bietet Sprungschanzen, bei denen die Landung auf riesigen Luftkissen erfolgt.Maria Gasslitter trumpft bei Olympia auf. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV
Im zweiten Durchgang setzte Gasslitter auf einen Double 10. „Den habe ich vor zwei Wochen gelernt. Die Landung war zwar nicht perfekt, dennoch bin ich super happy, dass ich den Sprung landen konnte“, sagte sie. Sowohl für den ersten als auch für den zweiten Trick gab es jeweils 78 Punkte. Im dritten und letzten Durchgang kam die Südtirolerin zwar zu Sturz, die Gesamtpunktzahl von 156 Zählern – gewertet werden zwei von drei Runs – reichte aber für den Final-Einzug.
„Ich wäre auch zufrieden gewesen, wenn ich es nicht ins Finale geschafft hätte, weil mir die neuen Tricks gelungen sind. Es sind die besten, die ich kann“, betonte Gasslitter, die im Weltcup im Slopestyle ihre besten Ergebnisse hatte mit einem fünften und einem neunten Rang im Jänner. Im Big Air war ein elfter Rang in China das beste Resultat. Dort schafften aber nur acht Läuferinnen den Einzug ins Finale.
„Es braucht Überwindung“
Dank der neuen Tricks geht es für Gasslitter nun auch auf der Big-Air-Rampe sportlich steil bergauf. Beim Switch Double 9 gilt es rückwärts vom Schanzenrand abzuspringen, zwei Drehungen über Kopf zu machen und sich insgesamt um 900 Grad zu drehen. Der Double 10 besteht aus zwei Über-Kopf-Rotationen und drei vollständigen Drehungen um die eigene Achse.„Es braucht schon Überwindung, überhaupt dann, wenn man neue Tricks hat, die man noch nicht so oft ausprobiert hat“, sagte Gasslitter. 55 Meter hoch ist die Big-Air-Rampe in Livigno. „Die riesige Freude, hier starten zu können, hat mir sehr geholfen, mich zu überwinden. Mein Ziel für das Finale am Montag? Einfach Spaß haben.“
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