S+
Rene Monteleone tritt zurück. © Social Media

6 Freestyle

Rene Monteleone tritt zurück. © Social Media

Vom Wintersportler zum Gastwirt: Südtiroler tritt zurück

Er steht mit 25 Jahren am Zenit seiner Karriere, hat nun aber genug vom Leistungssport: Die Rede ist von Rene Monteleone, der die Freestyle-Skier an den Nägel hängt und ein neues Kapitel in seinem Leben eröffnet. Über die Gründe seines Rücktritts sprach er mit SportNews.

Von:
Leo Holzknecht

Lange Zeit war Ralph Welponer Südtirols Alleinunterhalter im Freestyle-Weltcup. Nach seinem Rücktritt übernahm Rene Monteleone die Rolle des Aushängeschildes von seinem ehemaligen Mentor. Denn Welponer war einer von mehreren Grödner Athleten, die Monteleone vom damals noch unbekannten Sport überzeugten. „Ich begann als kleines Kind mit alpinem Skifahren, was mir aber nie große Freude bereitete. Über Ralph und Christof Schenk fand ich dann zum Freestyle. Es stand vor allem der Spaß im Vordergrund, weshalb ich nie erwartet hätte, so weit zu kommen“, erzählt der Athlet aus St. Ulrich.


Bis zum Alter von 14 Jahren habe Monteleone nie zu den Besten seines Jahrganges gehört. Dank zahlreicher Sommer, die er beim Skifahren in Kanada verbracht hat, seien ihm die Tricks aber sukzessive leichter gefallen. „Das war der Knackpunkt. Anschließend ging es – auch dank der guten Trainingsmöglichkeiten in Südtirol – über den Europacup bis zum Weltcup graduell nach oben“, erzählt der Grödner.

Monteleone bei Olympia

32 Starts in der Königsklasse des Freestyle-Sports sowie zwei WM-Teilnahmen kann der 25-Jährige vorweisen. Obwohl ihm eine Finalqualifikation verwehrt blieb, verabschiedet er sich mit einem reinen Gewissen in die Ski-Pension. „Natürlich wäre das fantastisch gewesen, aber ich habe in meiner Karriere immer alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen. Wenn 60 Athleten am Start stehen und nur zehn das Finale erreichen, ist es nun mal extrem schwer“, betont Monteleone, dem oft nur wenige Punkte auf das Erreichen dieses Ziels fehlten.

Rene Monteleone als Vorläufer bei Olympia.

Rene Monteleone als Vorläufer bei Olympia.


Doch was hat ihn nun dazu bewogen, seine Karriere zu beenden? „Ich hatte mir bereits vor einiger Zeit vorgenommen, bei den Olympischen Spielen 2026 eine Entscheidung zu treffen. Hätte ich mich qualifiziert, hätte ich meine Laufbahn fortgesetzt. Da mir das nicht gelungen ist, habe ich nun einen Schlussstrich gezogen“, erklärt Monteleone. Letztendlich ging der olympische Traum des 25-Jährigen in gewisser Weise aber noch in Erfüllung, da er in Livigno als Vorläufer im Einsatz stand. „Das war schon eine sehr coole Erfahrung“, unterstreicht er.

Und jetzt?

Für seine Zukunft hat Monteleone schon einen klaren Plan. Auf dem Sellajoch übernimmt er das Restaurant seines elterlichen Betriebes. „Das gefällt mir ungemein und war immer schon mein Plan“, sagt er. Überhaupt freut sich der Grödner nun auf viel Zeit in seiner Heimat, nachdem er in den letzten Jahren „ständig Koffer packen musste“. Etwas Wehmut ist mit dem Rücktritt aber freilich auch verbunden. „Wie jeder Sport ist auch der Freestyle eine Lebensschule. Den Spaß, den wir in unserer Mannschaft haben, werde ich vermissen“, betont er.

In seinem Element: Rene Monteleone

In seinem Element: Rene Monteleone


Abschließend könnte er sich durchaus vorstellen, mit seinem geliebten Sport in Kontakt zu bleiben. „Außer Saison würde es mich sehr reizen, mit jungen Talenten zusammenzuarbeiten und meine Erfahrungen weiterzugeben. Es beeindruckt mich zu sehen, mit wie viel Einsatz der Nachwuchs trainiert, den Konkurrenzkampf belebt und gleichzeitig enge Freundschaften knüpft. Genau dieser Spirit macht den Freestylesport aus.“

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH