
Flora Tabanelli kann schon wieder lachen. © Social Media
Zuerst die Olympia-Medaille, dann die Operation
Viele Athletinnen und Athleten bereiten sich nach den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo auf die letzten Saisonrennen vor. Anders sehen die Pläne von Italiens Freestyle-Star Flora Tabanelli aus, die nach dem Medaillengewinn direkt auf dem Operationstisch landete.
05. März 2026
Von: leo
Im Schatten von Federica Brignone schrieb Flora Tabanelli eine der faszinierendsten Geschichten der Winterspiele. Die 18-Jährige gewann im Big Air die Bronzemedaille, obwohl sie mit einem gerissenen Kreuzband antrat. Nur wenige Tage nach diesem Erfolg wurde der Schaden im rechten Knie in der Mailänder Klinik La Madonnina behoben.
Rückblende: Als amtierende Gesamtweltcupsiegerin im Freestyle startete das Ausnahmetalent als eine der größten italienischen Medaillenhoffnungen ins Olympia-Jahr. Noch bevor die neue Saison begann, erlitt Tabanelli beim Training in Stubai einen Kreuzbandriss. Anstatt sich einem Eingriff zu unterziehen, wählte der Youngster eine konservative Behandlungsmethode, um den Olympia-Traum am Leben zu halten. Diese mutige Wahl machte sich bezahlt, denn Tabanelli holte im Big Air Bronze, nachdem sie im Slopestyle noch auf einen Start verzichtet hatte.
Flora Tabanelli zeigte eine unglaubliche Leistung. © Pentaphoto
Am Dienstag begann für Tabanelli mit der Operation ein neues Kapitel. „Es hat schwierige Momente gegeben, aber die Olympiamedaille hat mich für all die Opfer entschädigt. Ich habe mein Ziel und meinen Traum erreicht“, schrieb der Teenager in den sozialen Medien. „Ich bin jetzt bereit, neue Herausforderungen anzugehen – im Wissen, dass es nicht leicht sein wird, aber mit dem Willen, dass alles möglich ist.“
Dank an den Bruder
Tabanelli bedankte sich auch bei allen Trainern, Ärzten, Betreuern und Sponsoren, aber vor allem bei ihrer Familie und ihrem Bruder Miro. Dem 21-Jährigen blieb bei den Spielen zwar eine Medaille verwehrt, die Freude über die Medaille seiner jüngeren Schwester war bei ihm jedoch umso größer. „Dank euch werde ich nie aufhören, zu träumen“, sagt Tabanelli abschließend.Profil bearbeiten
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