Wintersport

Ist einer der Höhepunkte in der Wintersaison: Die Tour de Ski (Teyssot)

Interessantes Forum Nordicum

Das alljährliche Treffen von Medienleuten, die über den nordischen Skisport berichten, fand in diesem Herbst in Willingen (Deutschland) statt. Neben den üblichen Vorschauen auf die Wettkampfsaison 2014 beim Langlauf, Skispringen, Nordische Kombination und Biathlon gab es auch eine Reihe an bemerkenswerten Vorträgen und Diskussionsrunden.


Von Luis Mahlknecht


Neu beim Skispringen ist, dass bei der Weltcupstation in Willingen die Athleten und Serviceleute in der Pause zwischen den beiden Durchgängen in einem „Glashaus“ sein werden, um so dem Publikum noch mehr Einblick in das „Innenleben“ der Skispringerwelt anzubieten.

Die Nordische Kombination will sich auch allmählich den Frauen öffnen, und einen ersten Jugend-Testwettkampf gab es diesen Sommer bereits in Oberstdorf. Dort waren auch zwei junge Südtirolerinnen, Jessica Malsiner und Daniela Dejori, mit von der Partie.

Sehr bemerkenswert und aufschlussreich war der Auftritt von Alfons Hörmann, seines Zeichens Präsident des Deutschen Olympia-Sportbundes (DOSB). Mit Zahlen und Fakten hob er den Wert von Sportveranstaltungen hervor und unterstrich, wie allein der Sport in Deutschland beispielsweise jährlich einen Umsatz von 22 Milliarden Euro produziert, während die Zuweisungen lediglich neun Milliarden ausmachen, mit einem Gewinn von 13 Milliarden für den Staat.

Auch verteidigte Hörmann die sonst recht geschmähte Organisation des IOC, wobei er betonte, über 90 Prozent der Einnahmen würden vom Internationalen Olympischen Komitee an die nationalen Verbände zur Förderung des Jugendsports weitergeleitet.

Eine andere Statistik ist dagegen bedenklich, wenn man erfährt, dass 96 Prozent der Athleten im Deutschen Skiverband zugeben, dass sie Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, darunter 53 Prozent täglich. Und sogar im Nachwuchsbereich schaffen es 68 Prozent nicht ohne den Griff zur Ersatznahrung, zum Energieriegel oder zum Kraftgetränk. Und hier sei es auch eine extreme Gratwanderung von guten, empfehlenswerten Produkten zu Tipps von irgendwelchen Quacksalbern, wie es leider auch eine Evi Sachenbacher-Stehle schmerzvoll habe erleben müssen.

Zum Schluss noch ein Blick auf die TV-Zahlen: Im Bereich der FIS hat das Skispringen den Alpinskisport überflügelt, erst dann folgt der Langlauf. Ein Mauerblümchendasein fristet an letzter Stelle der Snowboardsport, der mit Ausnahme von Olympischen Spielen fernsehmäßig kaum präsent ist. Ein absoluter Renner ist natürlich nach wie vor Biathlon, das von der IBU verwaltet wird. Und hier sind die Quoten das ganze Jahr hindurch konstant hoch, während man im Skispringen, Langlauf oder dem Alpinski deutliche „Highlights“ hat, wie zum Beispiel die Vierschanzentournee, die Tour de Ski oder das Hahnenkammrennen.

Autor: sportnews

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