Wintersport

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, gab die Entscheidung bekannt. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Jubel in Antholz! Olympia 2026 geht an Mailand und Cortina

Um exakt 18.04 Uhr wurde das Geheimnis bei der IOC-Vollversammlung in Lausanne gelüftet: Italien wird die Olympischen Winterspiele 2026 ausrichten. Somit werden erstmals in der Sportgeschichte auf Südtiroler Boden Olympische Entscheidungen über die Bühne gehen.

Exakt 70 Jahre nach Cortina und 20 Jahre nach Turin wird das weltgrößte Wintersportevent wieder in Italien ausgetragen. Die Kandidatur von Mailand und Cortina bekam den Zuschlag für Olympia 2026, Stockholm ging leer aus. Die schwedische Hauptstadt wollte die Winterspiele, gemeinsam mit Åre erstmals nach Schweden holen.

Eindeutiges Ergebnis
Italien punktete mit seiner Erfahrung in der Ausrichtung von Großevents, seiner Infrastruktur, Nachhaltigkeit und wohl nicht zuletzt auch wegen des besseren Wetters. Gewählt wurde die Olympia-Stadt 2026 von 82 der insgesamt 95 IOC-Mitgliedern. Das Ergebnis fiel am Ende deutlicher aus, als im Vorfeld angenommen: 47 Stimmen gingen an Mailand und Cortina, nur 34 Stimmberechtigte wählten Stockholm und ein Mitglied enthielt sich.
Südtiroler Delegation strahlt
Eine der Speerspitzen der Kandidatur von CONI-Boss Giovanni Malagò war die Biathlon-Hochburg Antholz mitsamt der erst kürzlich renovierten und erweiterten Südtirol Arena. Im Pusterer Seitental werden 2026 sämtliche Biathlon-Entscheidungen ausgetragen und somit erstmals überhaupt in Südtirol Olympia-Medaillen vergeben. Entsprechend groß war der Jubel bei der Antholzer Delegation in Lausanne, der neben Lorenz Leitgeb und Erika Pallhuber vom OK-Team, auch Landeshauptmann Arno Kompatscher, der Antholzer Bürgermeister Thomas Schuster, Gemeindereferent Peter Preindl, Kandidatur-Koordinator Elmar Pichler Rolle sowie IDM-Direktor Erwin Hinteregger angehören.

Erwin Hinteregger, Erika Pallhuber, Thomas Schuster, Lorenz Leitgeb, Arno Kompatscher, Elmar Pichler Rolle, Peter Preindl in Lausanne.

In Lausanne ist auch die Völlaner Rodel-Legende Armin Zöggeler zugegen. Außerdem freuten sich mit Cortina und Mailand unzählige weitere Vertreter aus Italiens Sport und Politik, darunter Ministerpräsident Giuseppe Conte.
Wettkämpfe an 8 Orten, 3 im Trentino
Geplant sind die Spiele vom 6. bis 22. Februar 2026, gefolgt von den Paralympics (6. bis 15. März). Olympia wird sich nicht nur über Mailand (Eröffnungsfeier, Eishockey, Eiskunstlauf, Shorttrack), Cortina (Ski Alpin, Curling, Bob, Rodeln, Skeleton) und Antholz (Biathlon) erstrecken, sondern auch über Südtirols Nachbarprovinz Trient umfassen, nämlich Predazzo (Skispringen, Nordische Kombination), Tesero (Langlauf) und Baselga di Pinè (Eisschnelllauf). Außerdem spielen Bormio (Ski Alpin), Livigno (Snowboard, Freestyle) und Verona (Schlussfeier) eine tragende Rolle der italienischen Olympia-Ausrichtung.

Schwedens Kandidatur umfasste neben Stockholm noch Åre, Falun, Hamra, Södertälje und den lettischen Rodel-Ort Sigulda. Doch das interessiert nun kaum mehr jemanden – erst recht nicht in den ausgewählten Olympiastätten von 2026, darunter auch Antholz.


Autor: fop

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