Wintersport

Die Olympischen Spiele fanden heute ihren Abschluss. © APA/afp / ANTHONY WALLACE

Keine Medaille zum Abschluss der Winterspiele

Natürlich gab es auch am letzten Tag der Winterspiele noch einige Entscheidungen. Dabei waren auch zwei Südtiroler zugegen. Mit einer Medaille sollte es aber nicht klappen. Zum Abschluss gab es eine groß angelegte Zeremonienfeier. Ein kurzer Überblick.

19 Tage haben die Olympischen Spiele gedauert, 109 Entscheidungen gingen über die Bühne. Bevor es aber zur großen Abschlussfeier kommen konnten, mussten noch fünf Medaillensätze vergeben werden. Der Tag startete mit dem Teamevent der alpinen Skifahrer. Das Quartett um Alex Vinatzer, Federica Brignone, Marta Bassino und Luca de Aliprandini ging dort aber leer aus.


Für die Azzurri war im Viertelfinale gegen die USA um Mikaela Shiffrin Endstation. Gold ging letzten Endes an Österreich, das sich im Finale gegen Deutschland durchsetzen konnte. Bronze ging indes an Norwegen, das im kleinen Finale gegen die Vereinigten Staaten die Oberhand behielt.

Baumgartner setzt Südtiroler Schlusspunkt
Mit Patrick Baumgartner war noch ein weiterer Südtiroler im Einsatz. Der Issinger konnte sich im Viererbob, dem auch Alex Verginer angehörte, bis auf Platz 15 nach vorne kämpfen. Im vierten und finalen Durchgang gelang dem 27-Jährigen sogar die viertbeste Laufzeit. Francesco Friedrich trug sich hingegen erneut in die Geschichtsbücher ein. Der Deutsche wiederholte seinen Doppel-Erfolg von 2018 und sicherte sich nach Gold im Zweierbob nun auch in der Vierer-Besetzung das begehrteste Edelmetall. Silber ging an Johannes Lochner, Justin Kripps eroberte Bronze.

Abschluss im Eiskanal. © APA/afp / DANIEL MIHAILESCU

Im Curling setzte sich Großbritannien im Finale der Damen die Krone auf. Japan hatte nicht den Hauch einer Chance und ging mit 3:10 regelrecht unter. Finnland bejubelte indes sein erstes olympisches Gold im Eishockey. In einer eher unspektakulären Partie wachte Russland erst zu spät auf und musste sich mit 1:2 geschlagen geben. Die Niederlage der „Red Machine“ bedeutete gleichzeitig auch einen verpassten Rekord. Es wäre die zehnte Goldmedaille gewesen. Nun teilt man sich also weiterhin den Bestwert von neun Olympiasiegen mit Kanada.
Johaugs dritter Streich
Therese Johaug setzte bei den Langläufern einen glorreichen Schlusspunkt. Über 30 Kilometer sicherte sich die Norwegerin ihr drittes olympisches Gold bei diesen Winterspielen. Silber ging an Jesse Diggins (+1:43 Minuten), Kerttu Niskanen jubelte über Bronze (+2:33). Johaug und Niskanen bereiteten sich übrigens auf der Seiser Alm auf die Olympischen Spiele vor – wie so viele andere Medaillengewinner.

Das Medaillen-Trio über 30 Kilometer. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Im Anschluss an die letzten Entscheidungen fand eine große Zeremonie statt. Dort erklärte IOC-Chef Bach die Winterspiele von Peking für beendet. Das olympische Feuer erlosch, die Flaggen wurden an die Bürgermeister der kommenden Austragungsorte Mailand und Cortina d'Ampezzo übergeben. Beim Einzug der Athleten trug Eisschnellläuferin Francesca Lollobrigida den Tricolore.

Ein Einblick in die Abschlussfeier. © ANSA / JEROME FAVRE

In den Abschlussreden der Verantwortlichen wurde auch auf die angespannte Situation in der Weltpolitik eingegangen. Angesichts der aktuellen politischen Konflikte könnten sich viele Nationen ein Beispiel an „Solidarität und Frieden“ unter den Athleten nehmen, so Bach.

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