Wintersport

Samuel Costa und Co. müssen in Oberstdorf unfreiwillig die Koffer packen. © Pentaphoto

Knalleffekt bei WM: Italien zieht sich komplett zurück!

Das Corona-Chaos bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf hat ein eine neue Dimension erreicht: Italiens Wintersportverband zieht all seine Athleten von den Titelkämpfen ab, auch die Südtiroler.

Bereits vergangene Woche mussten die Skispringer und Skispringerinnen aus Italien nach einem positiven Coronatest den kompletten Rückzug antreten, was heftige Diskussionen zur Folge hatte. Nun greift der nationale Wintersportverband (FISI) noch härter durch und holt all seine Athleten heim – und das fünf Tage vor dem eigentlichen Ende der Titelkämpfe in Bayern.


So drastisch die Maßnahme auch erscheint, ganz unerwartet kommt sie nicht. Denn bereits am Dienstag wurden mehrere Personen aus dem italienischen Betreuerstab positiv getestet. „Wir haben alle Richtlinien eingehalten und sogar noch deutlich mehr Tests durchgeführt, als eigentlich vorgeschrieben waren“, heißt es in einer offiziellen FISI-Aussendung am Mittwochmorgen. In dieser wurde das vorzeitige WM-Aus der Azzurri wie folgt begründet: „Der Verbandspräsident (Flavio Roda, Anm.d.R.) und der Mannschaftsarzt vorort haben die Abreise beschlossen, um die Gesundheit der italienischen Athleten und die reguläre Abwicklung der Rennen nicht zu gefährden.“

Italien ohne eine einzige Medaille
Im Umkehrschluss heißt das, jetzt ist die WM auch für Langläufer und Kombinierer beendet. Unter anderem greift diese Maßnahme für Superstar Federico Pellegrino, aber auch für die Grödner Kombinierer Samuel Costa und Aaron Kostner sowie den Brunecker Langläufer Dietmar Nöckler. Letzteren trifft es besonders hart: Er bleibt in Oberstdorf ohne einen einzigen WM-Einsatz.

Für Italien endet die Weltmeisterschaft damit mit einer desolaten Ausbeute von keinem einzigen Podestergebnis. Bei insgesamt sieben Bewerben wären bis Sonntag noch Azzurri an den Start gegangen.

Autor: fop

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Kommentare (1)

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luis palnk [melden]

Mir tun die Athleten zwar Leid, aber andere müssen mehrere Monate geschlossen halten, und wegen ein bar Rennen ist das nicht so schlímm, da die meisten Athleten
wirtschaftlich ja abgesichert sind.

03.03.2021 13:27

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