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Soll eine Million kassieren, um beim an der „russischen Liga„ teilzunehmen. © ANSA / PETER SCHNEIDER

Eine Million Euro, um in Russland zu starten

Das Russlands Wintersportler kommende Saison ins internationale Renngeschehen zurückkehren können, ist äußerst fraglich. Nun plant Russland seinen eigenen nationalen Weltcup, am Start möchten die Organisatoren auch Langläufer Johannes Høsflot Klæbo sehen, dafür würden sie tief in die Tasche greifen.

Johannes Høsflot Klæbo ist auch in Russland ein absoluter Superstar. Im Schnitt verfolgen 1,5 Millionen Russen einen Langlaufweltcup vor dem Bildschirm. In den letzten Jahren matchte sich der Norweger mit seinem gleichaltrigen russischen Konkurrent Alexander Bolshunov um den Gesamtweltcup und um den Titel des besten Langläufers seiner Generation.


Unvergessen etwa der Zwischenfall im Zielsprint des 50 Kilometer Massenstarts bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf, bei dem beide Läufer in der Zielkurve aneinander geraten sind. Bolshunovs Stock brach und Klæbo wurde nach russischen Protest nach Rennende nachträglich disqualifiziert. Dass sich die beiden dominanten Nationen im Männer-Bereich des Skilanglaufs seit jeher duellieren und sich in den letzten Jahren nicht immer positiv gestimmt gegenüberstanden, ist kein Geheimnis. Den ein oder anderen Seitenhieb gegeneinander ließen sich Athleten aus beiden Nationen auch abseits der Loipe nicht verkneifen.

Sanfte Watsche für Klæbo von Sergei Ustiugov bei der WM 2019. © APA / BARBARA GINDL

Duelle wie Petter Northug gegen Alexander Legkov, Finn Hagen Krogh gegen Sergei Ustiugov oder aktuell Klæbo gegen Bolshunov begeistern die Zuschauermassen beider Länder. Diese Aufmerksamkeit will der russische Olympiasieger von 2006 Jevgeni Dementiev ausnützen und sucht nach Möglichkeiten, dass im kommenden Winter die Norweger dennoch gegen die Russen antreten können.

Konflikte, aber es geht auch freundschaftlich: Bolshunov und Klæbo . © APA/afp / ODD ANDERSEN

„Die Chancen auf eine rasche Rückkehr in den internationalen Sport stehen schlecht. Warum können russische Wintersportler nicht unter neutraler Flagge starten, wie es im Sommersport möglich ist?“, haderte Dementiev. Sein Ziel ist es nun einen eigenen „russischen Weltcup“ zu kreieren: „Eine Möglichkeit wäre ein Liga-System wie im Eishockey aufzubauen. Um damit Erfolg zu haben, müssen wir es ausländischen Sportlern schmackhaft machen nach Russland kommen zu wollen.“ Um Klæbo nach Russland zu lotsen, will Dementiev eine Million Euro locker machen. „Eine Million wird seine Einstellung gegenüber Russland verändern!“, ist sich Dementiev sicher. Beim russischen Weltcup soll Klæbo künftig also für Spektakel sorgen – ob dies wirklich zu Stande kommt steht in den Sternen.

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