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Ebba Andersson krönte sich überlegen zur Olympiasiegerin. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

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Ebba Andersson krönte sich überlegen zur Olympiasiegerin. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ

Eine Schwedin ist die erste Königin der 50 Kilometer

Die Schwedin Ebba Andersson ist die erste Olympiasiegerin im Langlauf über 50 Kilometer.

In Abwesenheit der erkrankten schwedischen Favoritin Frida Karlsson holte sich ihre Landsfrau Ebba Andersson Gold. Silber ging an die Norwegerin Heidi Weng, Bronze an die Schweizerin Nadja Kälin. Nach dem Ausfall Karlssons und auch ihrer Landsfrau Jonna Sundling hatten sich die Chancen der Konkurrenz drastisch erhöht. Somit auch jene der Österreicherin Teresa Stadlober, die von Beginn an vorne mitmischte.


Bereits auf Kilometer vier setzte sich die 33-Jährige mit Andersson, Weng und der US-Amerikanerin Jessie Diggins ab. Nach Beginn der dritten von sieben Runden lösten sich Andersson und Weng aber aus dieser kleinen Führungsgruppe, Diggins fiel ab. Stadlober lief damit fortan auf sich alleine gestellt auf Position drei.

Skiwechsel als taktisches Element

Das gelang ihr bis gegen Ende von Runde vier, wobei die leicht verkühlt angetretene ÖOC-Athletin bei offenbar nicht ganz optimalen Skiern im schwierigsten Anstieg kurz ins Straucheln geraten war. Ab Kilometer 28 fand sich Stadlober jedenfalls in einer Fünfer-Gruppe wieder, der außer dem ursprünglichen Verfolgerinnen-Duo Kerttu Niskanen aus Finnland und Kristin Fosnaes aus Norwegen auch Kälin und die in ihrem letzten Olympia-Bewerb wieder aufgerückte Diggins angehörten. Routinier Astrid Slind aus Norwegen war schon in Runde zwei ausgestiegen.

Teresa Stadlober wurde starke Sechste. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Teresa Stadlober wurde starke Sechste. © APA/afp / JAVIER SORIANO


Diggins hatte schon früh die Skier gewechselt, beim vierten Durchlauf taten das auch Andersson, Weng und Fosnaes. Stadlober verzichtete darauf, wohl um den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren. Andersson kam unmittelbar nach dem Skiwechsel zwar zu Sturz, schloss aber schnell wieder zu Weng auf und setzte kurz darauf die entscheidende Gold-Attacke. Für die 28-Jährige ist es der erste Olympiasieg nach viermal Silber und einmal Bronze. Allein bei diesen Spielen wurde sie dreimal Zweite – im Skiathlon, über 10 km Skating sowie nach einem Sturz von ihr mit der Staffel.

Kälin holt unerwartet Bronze

Im Kampf um Bronze absolvierten Stadlober, Kälin und Niskanen ihren Skiwechsel nach der fünften Runde, wodurch die davor schon wieder etwas abgeschlagene Diggins am Trio vorbeiging. Sie und Fosnaes waren bald darauf aber wieder gestellt, die Fünfer-Gruppe wieder zusammen. Davor verpasste Weng zwar ihr erstes olympisches Einzel-Gold, für die 34-Jährige ist es nach dem Staffel-Sieg und Skiathlon-Silber aber doch die dritte Medaille bei diesen Spielen. Die Schwedinnen sind mit Titeln in allen Rennen bis auf die Staffel bei den Langläuferinnen aber das überragende Team.

Nadja Kälin eroberte die Bronzemedaille. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Nadja Kälin eroberte die Bronzemedaille. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Bei Sonnenschein und bestem Wetter bejubelte Andersson 2:15,3 Min. vor Weng ihren Triumph. Im Kampf um Platz drei hatte Stadlober um 14,2 Sek. das Nachsehen. Sie hatte in der vorletzten Runde durch Führungsarbeit versucht, die um bald danach um die Polin Eliza Rucka-Michalek vergrößerte Gruppe eventuell zu sprengen, die Verfolgerinnen der Top zwei blieben jedoch fast bis zum Schluss beisammen. Kälin setzte sich kurz vor dem Ziel ab und holte 6:41,5 Min. zurück unerwartet Bronze. Sie hatte schon davor im Teamsprint Silber geholt.

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