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Im Ziel kam es zum Eklat. © APA/afp / MARKKU ULANDER

Faustschlag und übler Check: Bolshunov tickt aus

Die Staffel-Rennen der Langläufer im finnischen Lahti wurden von einem faustdicken Skandal überschattet.

Alexander Bolshunov ist der zurzeit beste Langläufer im Weltcup. Am Sonntag hat der Heißsporn aus Russland aber die Nerven verloren. Im Staffelrennen ging er für sein Team Russland I als Schlussläufer an den Start, da kam es im Zielsprint zur verhängnisvollen Szene.


Bolshunov und der Finne Joni Mäki kämpften verbissen um den zweiten Platz. Mäki lag dabei in Führung und schnitt Bolshunov auf den letzten Metern den Weg ab, sodass der Russe nicht mehr überholen konnte. Das frustrierte Bolshunov dermaßen, dass er mit der Faust und den Stöcken wild nach Mäki schlug und ihn anschließend in vollem Tempo und bester Eishockey-Manier hinter der Ziellinie zu Boden rammte.



Das Rennen haben Bolshunov & Co. also auf Rang 3 abgeschlossen, nach dieser Rüpel-Aktion wurde das Quartett jedoch disqualifiziert. Der Sieg ging an Norwegen, das sich mit einem 40-sekündigen Vorsprung gegen Finnland I durchsetzte. Auf Position 3 landete schlussendlich Russland II. Bei den Damen siegte ebenfalls das norwegische Quartett vor Schweden und Finnland I.

Da alle Topnationen mit ihren besten Läufern und Läuferinnen in Lahti am Start waren, war das Rennen durchaus ein Fingerzeig im Hinblick auf die WM. Dort könnte es zu Norweger-Festspielen kommen: Die Skandinavier, die nach fast zwei Monaten Weltcup-Auszeit als Vorsichtsmaßnahme in der Corona-Pandemie in Lahti ihr Comeback feierten, hatten in den Einzelrennen am Samstag mit einem Vierfachsieg bei den Männern und einem Dreifachsieg bei den Frauen beeindruckt.

Autor: det

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