o Langlauf

Das Podest über 30 Kilometer: Zorzi, Moriggl und Kargruber (Foto newspower.it)

Gsieser-Tal-Lauf: Moriggl gewinnt die Kurzdistanz

Sergio Bonaldi, Renate Forstner, Thomas Moriggl und Barbara Felderer lauten die Sieger am ersten Wettkampftag des 29. Gsieser-Tal-Laufs.

Sergio Bonaldi aus Serena (BG) hat sich den Sieg beim 29. Gsieser-Tal-Lauf in der klassischen Technik gesichert. Auf den letzten 500 Metern fing er Andy Gerstenberger ab, der bis dahin geführt hatte. Der Deutsche stürzte spektakulär und ebnete so dem "Azzurro" den Weg zu seinem ersten Erfolg beim "Gsieser". Auf Rang drei folgte Bruno Carrara, ebenso Mitglied der Marathon-Nationalmannschaft, der Vorjahressieger Bruno Debertolis knapp auf Rang vier verwies. "Es war ein schönes Rennen und keinesfalls einfach, denn mein direkter Rivale hatte sehr schnelle Ski", so Bonaldi. "Auf dem letzten Anstieg hatte ich schwer zu kämpfen, ehe ich bergab wieder zu Gerstenberger aufschließen konnte. Am Ende hatte ich auch das nötige Glück." Gerstenberger dagegen war der große Pechvogel: "Nach vielen Kilometern und schweren Beinen hat mir am Ende die Konzentration gefehlt. Schade, denn bis dahin hatte ich ein ausgezeichnetes Rennen gemacht", meinte der 24-Jährige, der bis im Vorjahr der deutschen Nationalmannschaft angehörte.

Bis zur Abzweigung kurz vor dem Ziel des 30 km Rennens war die Spitzengruppe geschlossen. Während sich die Marathonläufer in Richtung der Steigung hinauf nach St. Magdalena schoben, bogen Thomas Moriggl und Cristian Zorzi Richtung Ziel ab und lieferten sich einen spannenden Zielsprint bis auf den allerletzten Meter. Den Sieg sicherte sich schließlich Moriggl, der im Vorjahr in Gsies schon das 42-km-Skatingrennen im Sprint für sich entschieden hatte. Rang drei ging an Reinhard Kargruber.

Bei den Frauen feierte Barbara Felderer auf der Kurzstrecke einen Start-Ziel-Sieg. "Zu Hause zu gewinnen ist etwas ganz Spezielles", freute sich Felderer über ihren ersten Heimsieg. Die Gsieserin verwies Chiara Caminada aus dem Piemont und die ehemalige Skiroll-Juniorenweltmeisterin Ilenia Casali aus dem Friaul auf die Ehrenränge.

Während sich Moriggl und Felderer im Ziel feiern ließen, lieferten sich die Marathonläufer bei den Männern auf der Steigung nach St. Magdalena einen spannenden Kampf. Gerstenberger führte das Feld vor Bonaldi an, dicht dahinter folgten Debertolis und Carrara. Doch die Unerfahrenheit und die schweren Beine nach über 40 km spielten dem Deutschen einen Streich. Und so bekam Bonadli etwas unerwartet den Lorbeerkranz für den Sieger umgehängt. Deutschland durfte dennoch jubeln, denn bei den Damen war Renate Forstner praktisch konkurrenzlos. Mara Zamboni aus der Lombardei und die Norwegerin Iren Tryggestad belegten bei strahlend blauem Himmel und perfekt präparierten Loipen abgeschlagen die Ränge zwei und drei.

Der Gsieser-Tal-Lauf 2012 wird morgen mit dem Skatingrennen über 42 und 30 km fortgesetzt. Das Starterfeld ruft unweigerlich Erinnerungen an die Olympischen Spiele von Turin 2006 wach, als das Quarett Cristian Zorzi, Giorgio Di Centa, Fulvio Valbusa und Pietro Piller Cottrer exakt am 19. Februar Gold mit der 4 x 10-km-Staffel gewannen. Morgen wird von diesem Quartett nur Valbusa fehlen. Gemeinsam mit den Olympioniken werden auch Roland Clara (2011 Zweiter hinter Moriggl), Fabio Santus sowie die "Azzurre" Antonella Confortola, Marina Piller und Sabina Vabusa am Start sein. Im letzten Moment abgesagt haben dagegen die beiden Deutschen Tom Reichelt und Franz Göring, die kurzfristig zum Weltcup über 15 km nach Polen gerufen wurden, wo sie sich heute achtbar schlugen. Am meisten bedauerten die Absage Reichelts seine Eltern, die eigens ins Gsieser Tal gekommen waren. Der Startschuss zum Skatingrennen erfolgt morgen um 10 Uhr in St. Martin. Die besten Bilder vom Gsieser-Tal-Lauf gibt es heute um 22.15 Uhr (Rai Sport 1) sowie am Donnerstag um 23 Uhr (Rai Sport 1) und am Freitag um 18.35 Uhr (Rai Sport 2).


Die Ergebnisse:

Männer, 42 km klassisch
1. Bonaldi Sergio 1:47.15,38; 2. Gerstenberger Andy 1:47.21,19; 3. Carrara Bruno 1:47.36,90; 4. Debertolis Bruno 1:47.37,52; 5. Di Gregorio Alfio 1:48.21,00; 6. Vanzetta Alex 1:48.43,03; 7. Anselmet Henri 1:48.51,97; 8. Mich Riccardo 1:49.12,67; 9. Colamarino Andrea 1:50.06,14; 10. Giacomelli Moreno 1:50.35,96

Frauen, 42 km klassisch

1. Forstner Renate 2:21.24,08; 2. Zamboni Mara 2:27.04,82; 3. Tryggestad Iren 2:28.50,37; 4. Piller Hoffer Licia 2:33.49,65; 5. Jorstad Aud 2:34.11,08; 6. Skofteland Birte 2:34.55,80; 7. Nones Rita 2:36.48,52; 8. Mazzel Arianna 2:40.05,15; 9. Vidje Tove Oier 2:42.20,61; 10. Benedetti Tatiana 2:45.04,78

Männer, 30 km klassisch
1. Moriggl Thomas 1:13.51,42; 2. Zorzi Cristian 1:13.51,70; 3. Kargruber Reinhard 1:14.11,09; 4. Cerutti Lorenzo 1:14.24,47; 5. Crestani Marco 1:15.02,13; 6. Vierin Francois 1:15.13,43; 7. Steinwandter Lukas 1:15.35,04; 8. Bosin Simone 1:17.57,68; 9. Lipburger Josef 1:19.59,74; 10. Feichter Hansjörg 1:20.03,97

Frauen, 30 km klassisch
1. Felderer Barbara 1:32.08,29; 2. Caminada Chiara 1:36.50,35; 3. Casali Ilenia 1:40.19,98; 4. Lorenzini Arianna 1:41.37,26; 5. Sala Laura 1:43.36,87; 6. von Chamier Julia 1:47.35,20; 7. Ploner Nadia 1:48.16,68; 8. Hendinger Elisabeth 1:55.36,35; 9. Ceol Federica 1:56.50,07; 10. Zana Cristina 1:59.48,01


Autor: sportnews

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