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Eine norwegische Langläuferin trauert. © Screenshot

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Eine norwegische Langläuferin trauert. © Screenshot

Langläuferin unter Tränen: „Weihnachten war sehr hart“

In Toblach ist alles angerichtet. Am Sonntag beginnt dort die Tour de Ski. Im Vorfeld sorgten die Tränen einer norwegischen Langläuferin für viel Aufsehen.

Es ist eine Tragödie, die in der Wintersportszene für einen großen Schock gesorgt hat. Am Dienstag (23. Dezember) wurde Top-Biathlet Sivert Guttorm Bakken tot in seinem Hotelzimmer in Lavazé (Trentino) aufgefunden. Der Norweger hatte mit seinen Teamkollegen am Gebirgspass zur Südtiroler Grenze ein Trainingslager abgehalten.


Besonders hart traf diese Nachricht jene Athleten, die ebenfalls in Lavazé waren, so wie etwa Karoline Simpson-Larsen. Die norwegische Langläuferin, die vor zwei Wochen ihr erstes Weltcuprennen gewinnen konnte, hielt sich mit ihrem Team im selben Hotel wie Bakken auf und erlebte das Drama hautnah mit.

Sivert Guttorm Bakken ist am 23. Dezember gestorben. © AFP / TAAVI NAGEL

Sivert Guttorm Bakken ist am 23. Dezember gestorben. © AFP / TAAVI NAGEL


Als Simpson-Larsen im Vorfeld der Tour de Ski in Toblach Interviews gab, brach sie bei dem Thema in Tränen aus und musste von einem Betreuer getröstet werden. „Dieses Weihnachten war so hart“, sagte sie mit brüchiger Stimme. „Wir, die in Lavazé waren, haben jeden Tag viel Zeit miteinander verbracht. Wir saßen einfach zusammen, haben über alles und nichts gesprochen. Das hat ein bisschen geholfen. Heiligabend war aber ein sehr harter Tag.“

Unterstützung des Freundes

Simpson-Larsen ist die Freundin des Biathleten Johan Olav Botn, einem Teamkollegen von Bakken. „Es hat sehr geholfen, dass er auch da war. Er war für mich da und ich war für ihn da. In solchen Situationen einander zu haben, bedeutet mir viel“, so Simpson-Larsen. Die Langläuferin hatte auch kurzzeitig überlegt, nach dieser Tragödie in die Heimat zurückzukehren. Allerdings entschied sie sich am Ende doch für einen Verbleib und dafür, ab Sonntag in die Tour de Ski zu starten.

Der Tod von Biathlet Bakken ist jedoch weiterhin allgegenwärtig. Als der Norweger in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden war, trug er eine Höhentrainingsmaske. Ob es eine Verbindung zu seinem Ableben und der Maske gibt, wird derzeit von italienischen Behörden untersucht.

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