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Ein Erinnerungsfoto mit Shootingstar Johannes Lamparter (r.): Teamkollege Lukas Greiderer (l.) hät den Moment fest. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Nicht nur Klæbo und Bolshunov: Die Stars der WM 2021

Norwegens Langläufer, ein Senkrechtstarter aus Österreich in der Kombination sowie Skispringer Karl Geiger bei seinem Heimspiel prägten die Nordische Ski-WM in Oberstdorf. Ein Blick auf die Stars der vergangenen beiden Wochen.


Therese Johaug (32 Jahre, Langlauf, Norwegen)
4x Gold

Mit ihren vier Goldmedaillen um den Hals stand die zierliche Therese Johaug im Auslauf der Schattenbergschanze und freute sich inmitten der bunten Lasershow über eine perfekte Weltmeisterschaft. Die Norwegerin dominierte die Langlauf-Rennen im Ried und gewann bei all ihren Starts souverän den WM-Titel. Konkurrentinnen staunten mit Worten wie: „Sie ist einfach eine eigene Liga.“ Über zweieinhalb Minuten Vorsprung auf die erste Verfolgerin beim 30-Kilometer-Rennen belegten dies.
Karl Geiger (28 Jahre, Skispringen, Deutschland)
2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze


Karl Geiger war der Skisprung-Überflieger. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Auf den Schanzen seiner Jugend gab es für Karl Geiger einen ganz besonderen Ansporn, nach den WM-Medaillen zu greifen: Seine Frau Franziska war als Freiwillige für die Siegerehrungen zuständig. So griff der Allgäuer Lokalmatador bei vier Chancen viermal zu und holte zweimal Gold im Team und Mixed sowie Silber und Bronze in den beiden Einzeln. „Ich habe noch nie so einen Athleten trainieren dürfen, der so eine mentale Stärke hat. Er ist ein unglaublicher Athlet“, lobte Deutschlands Chefcoach Stefan Horngacher.
Johannes Lamparter (19 Jahre, Kombination, Österreich)
2x Gold, 1x Bronze

Erst Junioren-Weltmeister – und drei Wochen später der Champion bei den Großen: Super-Youngster Johannes Lamparter ist bei den Titelkämpfen in Oberstdorf endgültig im Kreis der herausragenden Kombinierer angekommen. Beeindruckend war, wie er Dominator Jarl Magnus Riiber nicht nur im Einzel, sondern auch im Teamsprint hinter sich ließ. „Unglaublich. Es fühlt sich genial an, dass ich mich Doppel-Weltmeister nennen darf“, sagte der Nordtiroler.
Johannes Klæbo (24 Jahre, Langlauf, Norwegen)
3x Gold

„Ein Sauhund vor dem Herrn“ sei Johannes Klæbo, sagte Deutschlands Teamchef Peter Schlickenrieder voller Anerkennung nach dessen taktischer Meisterleistung in der Staffel. Darf Klæbo im Finale eines Rennens seine Sprintstärke einsetzen, ist er eigentlich unschlagbar. Im Sprint, Teamsprint und in der Staffel gab es jeweils Gold, zum Abschluss über die 50 Kilometer wurde ihm sein vierter Titel nachträglich aberkannt, nachdem er auf der Zielgeraden nicht in der Spur fuhr und Rivale Alexander Bolshunov behinderte.
Jarl Magnus Riiber (23 Jahre, Kombination, Norwegen)
2x Gold, 2x Silber

Jarl Magnus Riiber stand gleich vier Mal am Podest. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Den Vierfachcoup von Johannes Rydzek verpasst, aber souverän vier Medaillen geholt: Jarl Magnus Riiber ist seiner Ausnahmestellung gerecht geworden und hat auch beim Saisonhöhepunkt seine Bestleistung abrufen können. Nach einer perfekten ersten Woche mit zweimal Gold reichte es von der Großschanze zu zwei Silbermedaillen, weil der furiose Österreicher Lamparter herausragend sprang und in der Loipe nicht zu stoppen war.
Alexander Bolshunov (24, Langlauf, Russland)
1x Gold, 2x Silber, 1x Bronze

War Bolschunov vor der WM noch wegen seines rüpelhaften Bodychecks im Weltcup im Gespräch, zeigte er in Oberstdorf eine der bemerkenswertesten Einzelleistungen eines Sportlers. Im Skiathlon über 30 Kilometer nahm es der Russe mit gleich fünf starken Norwegern auf – und hängte einen nach dem anderen ab. Silber in der Staffel und Bronze im Teamsprint komplettierten den Medaillensatz des Alles-Starters, der über die ganz lange Distanz zum Abschluss nach Silber geknickt wirkte.

Autor: dpa/fop

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