S+
Federico Pellegrino muss auf seinen Olympia-Abschied verzichten. © ANSA / FILIP SINGER

o Langlauf

Federico Pellegrino muss auf seinen Olympia-Abschied verzichten. © ANSA / FILIP SINGER

Offener Brief: Der Schmerz des Federico Pellegrino

Die Langlaufwettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tesero werden am Samstag mit dem 50-Kilometer-Rennen über die klassische Distanz beendet. Dabei wird es einen großen Abwesenden geben.

Federico Pellegrino ist krank und kann deswegen am Samstag nicht an den Start gehen. Seinen Schmerz darüber hat der Italiener in einem offenen Brief geäußert: „In den letzten vier Jahren, als sich die Möglichkeit abzeichnete, noch einmal bei Olympischen Spielen im eigenen Land dabei zu sein, habe ich begonnen, davon zu träumen, wie ich meine Karriere am liebsten beenden würde, und habe darauf hingearbeitet, es zu einem Ziel zu machen.“


Pellegrino führte seine Zeilen weiter aus: „Neben einer Medaille in einem Teamwettbewerb auch im 50-km-Rennen an den Start zu gehen, dem Königsrennen der olympischen Ausdauerdisziplinen. Die Sehnenentzündung im Handgelenk war unter Kontrolle, aber seit Freitagmorgen liege ich mit grippeähnlichen Symptomen im Bett, und es tut mir unendlich leid, euch mitteilen zu müssen, dass ich heute nicht beim 50-km-Rennen starten werde.“

Federico Pellegrino wollte sich beim 50-Kilometer-Rennen verabschieden. © ANSA / HANNIBAL HANSCHKE

Federico Pellegrino wollte sich beim 50-Kilometer-Rennen verabschieden. © ANSA / HANNIBAL HANSCHKE


Pellegrino ist seit vielen Jahren Italiens bester Langläufer und führte seine lange Karriere nur wegen Olympia bis 2026 fort. Der Schmerz des 35-jährigen Aostaners ist groß: „Diese Emotionen nicht erleben zu können – die nur die letzten Kilometer eines kräftezehrenden Rennens schenken, angefeuert von Fans und der gesamten Familie, beim größten Sportereignis im eigenen Land –, die ich so sehr zu erleben gehofft hatte, ist herzzerreißend.“
„Diese Emotionen nicht erleben zu können, ist herzzerreißend.“ Federico Pellegrino

Der Sprinter, der in den letzten Jahren auch in den Distanzrennen mehrmals aufzeigte, erklärte weiter: „Ich werde etwas Zeit brauchen, um diese Enttäuschung zu verarbeiten. Aber wenn es so weit ist, werde ich wieder dankbar sein können für all die Emotionen, die ich in den letzten zwei Wochen und auf dem Weg zu diesem Ereignis erleben durfte.“ Pellegrino darf sich immerhin aber mit zwei Bronzenen trösten, die er in den vergangenen Tagen in der Herren-Staffel und im Team-Sprint gewann.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH