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Petter Northug hatte am Ende die Nase knapp vorn (Fotos: Teyssot) Der Norweger liegt auch in der Gesamtwertung vorne Dietmar Nöckler

Petter Northug gewinnt den Klassiker von Cortina nach Toblach

Eine vierköpfige Gruppe mit dem Norweger Petter Northug, den Russen Alexander Legkov und Maxim Vylegzhanin, sowie dem Schweizer Dario Cologna hat dem Verfolgungsrennen von Cortina nach Toblach den Stempel aufgedrückt. Dieses Quartett lief fast die gesamte Strecke von 36 Kilometern gemeinsam, ehe Northug im Sprint die meisten Kraftreserven hatte und sich in der „Nordic Arena“ den Tagessieg holte. Bester „Azzurro“ war Giorgio Di Centa, der als 22. ins Ziel kam, während Dietmar Nöckler als bester Südtiroler als 26. über die Ziellinie lief.

Pünktlich um 12.15 Uhr wurde die 50. Etappe der Tour de Ski mit dem Verfolgungsrennen der Männer über 36 Kilometer von Cortina nach Toblach bei strahlendem Sonnenschein und idealen Bedingungen, was Luft- und Schneetemperaturen angeht, gestartet. Für Petter Northug, Jens Filbrich und Giorgio Di Centa war es insofern ein besonderes Rennen, da dieses Trio an allen 50 bisherigen Rennen der Tour de Ski teilgenommen hat. Nicht mehr am Start war unter anderem der Grödner David Hofer, der sich nach dem Sprint im Münstertal zurückgezogen hat.

Der Russe Maxim Vylegzhanin ging als Gesamtführender nach drei Etappen als Erster im Dorfzentrum von Cortina ins Rennen, mit 2,1 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer und Vorjahressieger Dario Cologna und mit 9,0 Sekunden auf Petter Northug (Norwegen). Zu diesem Trio schlossen nach rund drei Kilometern der Kanadier Alex Harvey und Alexander Legkov (Russland) auf. Dieses Quintett blieb auch nach sechs Kilometern zusammen, während der Schwede Marcus Hellner auf diesem ersten Streckenabschnitt eine halbe Minute aufholen konnte und gemeinsam mit Lukas Bauer (Tschechien) zu Ilia Chernousov aus Russland aufgeschlossen hatte. Der beste „Azzurro“, Dietmar Nöckler aus Bruneck, war bei dieser Zwischenzeit mit rund zwei Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe 16.

Kurz darauf setzte sich Petter Northug an die Spitze der fünfköpfigen Topgruppe und zog das Tempo ein wenig an, ehe sich danach auch Cologna, Legkov, Harvey und Vylegzhanin in der Führungsarbeit abwechselten, um den Abstand zum starken Hellner zu wahren. Hellners Rückstand betrug weiterhin etwas mehr als eine Minute.

Nach 12,7 Kilometern, auf der Höhe von Ospitale, musste der Kanadier Harvey abreißen lassen, während Vylegzhanin, Cologna, Northug und Legkov das Tempo weiter verschärften und 16 Sekunden zusätzlichen Vorsprung auf die Verfolgergruppe um Hellner herausarbeiteten. Was die „Azzurri“ anging, so fiel Nöckler auf Platz 28 zurück, während Di Centa ein starkes Rennen lief und zu diesem Zeitpunkt bereits 20. war (+2.24) und auch Thomas Moriggl (25.), bzw. Roland Clara (27.) einiges gut machen konnten (+3.02).


Auf fünf werden vier - Harvey fällt zurück

Unverändert war die Situation auch bei Kilometer 16,5. Vylegzhanin, Legkov, Northug und Cologna hatten den „Klassiker“ der Tour de Ski im Griff. Di Centa befand sich weiterhin in der 15-köpfigen zweiten Verfolgergruppe, mit rund 40 Sekunden Vorsprung auf Moriggl, Clara und den Deutschen Hannes Dötzler, die die Positionen 25 bis 27 belegten.

Nach 51.25,4 Minuten überquerte das Quartett die 23,5-Kilometer-Marke, 1.38 Minuten später langte die erste Verfolgergruppe mit Hellner, Bauer, Chernousov und Hellner ein, während die Di-Centa-Gruppe weiterhin rund zweieinhalb Minuten zurücklag. Der Rückstand von Clara, Moriggl und Dotzler betrug 12,5 Kilometer vor dem Ziel rund 3.50 Minuten.


Northug hat im Sprint die meisten Kraftreserven

Die vorletzte Zwischenzeit wurde auf dem Dach der „Nordic Arena“ gemessen. Nach 1:09.23,7 Stunden trafen hier Vylegzhanin, Legkov, Cologna und Northug ein, die wohl auch den Gesamtsieg der Tour de Ski unter sich ausmachen werden. Auf den letzten drei Kilometern ließen die vier Führenden nichts anbrennen, auch wenn die Verfolger ein wenig Zeit gut machen konnten. Der Sieger musste also im Schluss-Sprint ermittelt werden. Northug attackierte früh und setzte sich in 1:16.32,7 Stunden durch und ließ Alexander Legkov (Russland/+0,7), Dario Cologna (Schweiz/+0,9) und Maxim Vylegzhanin (Russland/+1,6) hinter sich. „Wir haben gut zusammengearbeitet, vor allem mit Dario Cologna, der mir auch Zwischenzeiten zugerufen hat. Den Gesamtsieg werden wir vier unter uns ausmachen. Ich wollte mir den Sieg holen, um die Zeitgutschrift zu erhalten. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Etappen gute Beine haben werde. Morgen ist noch nicht entscheidend, aber am Samstag wird sicher die Post abgehen“, sagte Sieger Northug im Ziel.

Neben Nöckler waren auch Thomas Moriggl und Roland Clara am Start. Moriggl kam als 31. ins Ziel, Clara wurde 36. Ihr Rückstand auf Northug betrug rund vier Minuten.

Das Verfolgungsrennen der Frauen mit Massenstart in der freien Langlauftechnik über 15 Kilometer beginnt um 15.15 Uhr. Hier ist mit Debora Agreiter eine Südtirolerin am Start.



Ergebnisse Tour de Ski - 4. Etappe (3. Jänner 2013)

Herren, 36 km Verfolgung, Freistil, Cortina-Toblach
1. Petter Northug (NOR) 1.16,32,7
2. Alexander Legkov (RUS) +0,7
3. Dario Cologna (SVI) +0,9
4. Maxim Vylegzhanin (RUS) +1,6
5. Ilia Chernousov (RUS) +1.25,7
6. Alex Harvey (CAN) +1,25,8
7. Markus Hellner (SWE) +1.27,3
8. Lukas Bauer (CZE) +1.27,8
9. Finn Hagen Krogh (NOR) +1,46,3
10. Curdin Perl (SVI) +1.47,1

22. Giorgio Di Centa (ITA) +1.50,6
26. Dietmar Nöckler (ITA/Bruneck) +4.08,4
27. Valerio Checchi (ITA) +4.08,5
31. Thomas Moriggl (ITA/Schlinig) +4.09,7
36. Roland Clara (ITA/Reischach) +4.11,5
41. Fabio Clementi (ITA) +5.51,5
51. Fulvio Scola (ITA) +6.14,0
59. Mattia Pellegrin (SVI) +8.43,6

Autor: sportnews

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