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Nächstes Mal gibts Bier statt Tee: Sergej Ustjugov bot seinem Kontrahent ein „kühles Blondes“ an. © APA / GEORG HOCHMUTH

SportNews in Seefeld | Ustjugov will mit Klæbo auf ein Bier

Montag ist Schontag: Dieses Motto gilt auch bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld. Wettbewerbe stehen keine auf dem Programm, trotzdem ist einiges los. Während sich die Skispringer von den Medaillenfeierlichkeiten erholen, wollen sich Klæbo und Ustjugov bei einem Bier versöhnen.

Von Christian Staffler, Seefeld in Tirol

Am Nachmittag fand im Stadion von Seefeld eine Pressekonferenz der Skifirma „Fischer“ statt, wo die Cremè de la Cremè der nordischen Ski-Elite vertreten war. Von den Langlauf-Superstars Johannes Høsflot Klæbo, Martin Johnsrud Sundby und Dario Cologna, über die schwedische Sprint-Überfliegerin Stina Nilsson, Skisprung-Teamweltmeister Richard Freitag bis hin zum Russen Sergej Ustiugov – sie alle standen den Journalisten Rede und Antwort.

Die „Fischer“-Pressekonferenz, inklusive geballter Sportprominenz. (Foto: C. Staffler)

Freitag, der schläfrige Party-Tiger

Während der Schweizer Skispringer Killian Peier mit seinem sympathischen französischen Akzent erklärte, dass er seine Bronzemedaille vom Bergisel noch immer nicht ganz realisiert hat, war Freitag froh über den freien Montag. „Ich habe heute doch einige Zeit im Bett verbracht und nichts gemacht, denn der gestrige Abend war doch etwas lang“, schmunzelte der Deutsche mit dem unverkennbaren Schnauzbart. Gemeint war natürlich die Siegesfeier nach dem Teamgold der DSV-Adler. An diesem Abend will es Freitag etwas ruhiger angehen lassen und von Tanzeinlagen nichts wissen: „Vielleicht ein bisschen Kartenspielen oder eine Runde Darts.“

Kann seine Bronzemedaille noch immer kaum fassen: Killian Peier. © APA/afp / JOE KLAMAR

Im Stress waren die Skispringer am Montagnachmittag jedenfalls nicht. Training stand keines auf dem Plan und so nahmen sich Freitag und Peier viel Zeit für die Medienvertreter. Ganz zur Freude der Skisprung-verrückten Journalisten aus Deutschland und der Schweiz, die die beiden gar nicht mehr gehen lassen wollten. Und so saßen die beiden Medaillengewinner noch dann auf dem Podest, als alle anderen längst schon weg waren.

Ustjugov, der Mann wenigen Worte

Alle längst schon weg? Nicht ganz! Ein Sportler zog die Aufmerksamkeit nämlich noch mehr auf sich, als die beiden Skispringer. Sergej Ustjugov wurde, obwohl er kaum Englisch spricht, sofort in die Mangel genommen. Ob er denn in der Staffel starten werde, oder doch über die 50 Kilometer? „Mal sehen.“ Wie er seine Ski präpariere? „Ich weiß nicht, das macht mein Servicemann.“ Nein, Mann der großen Antworten ist der Russe keiner.

Doch dann sorgte Ustjugov doch noch für einen Lacher. Angesprochen auf seinen Zwist beim Sprint-Finale mit Klæbo meinte der 26-Jährige schmunzelnd: „Gut möglich, dass wir hier in Seefeld noch zusammen auf ein Bier gehen.“ Die Aussage von Ustjugov hatte auch Klæbo gehört, der daraufhin über beide Ohren grinsend mit dem Kopf nickte.

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In dieser Rubrik berichten die SportNews -Redakteure von ihren Erlebnissen bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld. Meistens sind es Interviews und Videos, manchmal auch von Szenen abseits der großen Sportereignisse.

Autor: cst

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