
Superstar in der Langlauf-Szene: Frida Karlsson. © AFP / JAVIER SORIANO
Star-Langläuferin in Angst: Ihr Albtraum ist zurück
Frida Karlsson zählt zu den erfolgreichsten Langläuferinnen der Welt. Doch abseits der Piste wird die Schwedin erneut mit einem schlimmen Kapitel ihres Lebens konfrontiert.
18. August 2026
Von: det
Auf den ersten Blick läuft es im Leben von Frida Karlsson gerade gut. Sehr gut sogar. Sie ist in Schweden eine Ikone im Langlauf, wenn nicht sogar eine Nationalheldin. Bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina krönte die 27-Jährige ihre Karriere mit zwei Goldmedaillen. Vor wenigen Wochen lüftete Karlsson außerdem ihr Liebesgeheimnis: Sie ist mit einem schwedischen Schauspieler liiert.
Allerdings wird Karlsson nun von der unschönen Vergangenheit eingeholt: Ein Stalker, der ihr in den vergangenen Jahren das Leben zur Hölle machte, ist wieder zurück.
Frida Karlsson ist in Schweden eine Nationalheldin. © ANSA / Terje Pedersen
Rückblick. Vor einem Jahr, im April 2025, wurde ein damals 64-jähriger Mann vor dem Amtsgericht der schwedischen Provinz Ångermanland zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von umgerechnet 3.650 Euro verurteilt. Außerdem wurde gegen ihn ein Kontaktverbot verhängt. Der Grund: Mehr als ein Jahr lang war er der Stalker von Frida Karlsson.
7.000 Fotos und 200 Anrufe
Er soll ihr Unmengen an SMS geschickt haben, sie 200 Mal angerufen haben und ein Mal sogar ein Flugticket nach Teneriffa gebucht haben, wo die Sportlerin zu jenem Zeitpunkt trainierte. Auf seinem Handy wurden mehr als 7.000 Fotos der Langläuferin sichergestellt. Karlsson sagte damals aus, dass sie sich sogar zu Hause nicht mehr sicher fühle.Karlsson zählt zu den besten Langläuferinnen der Welt. © AFP / JURE MAKOVEC
Wirkung zeigte die Verurteilung allerdings nicht. Wie nun bekannt wurde, ging das Stalking auch danach weiter. So soll der Mann bereits im Herbst 2025 wieder Kontakt zu Karlsson aufgenommen haben: telefonisch, über SMS und über Instagram. „Es ist jetzt ein Jahr her, dass es wieder angefangen hat. Wir waren damals in einem Camp auf Teneriffa“, sagte Karlssons Mutter Mia gegenüber Expressen.
Eine erneute Klage
Wie das schwedische Blatt berichtet, soll sich der Mann bei einem Verhör mit der Polizei keiner Schuld bewusst gewesen sein. „Ich wüsste nicht, dass gegen mich ein Kontaktverbot verhängt wurde“, wird der Mann im Expressen zitiert.Nun wird gegen den Stalker erneut Anklage erhoben, im Spätherbst soll es zur Gerichtsverhandlung kommen. Wie geht Frida Karlsson mit dieser Situation um? „Sie schlägt sich tapfer. Sie hat vor allem Angst vor dem Verfahren, da unser Rechtsweg unglaublich kompliziert ist“, sagte Mama Mia Karlsson.
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