
Lisa Vittozzi trauert um einen Wegbegleiter. © Social Media
Tod einer italienischen Trainerlegende: „Wie ein zweiter Vater“
Der italienische Wintersport steht unter Trauer. Wie am Dienstag bekannt wurde, ist einer der erfolgreichsten Langlauf-Trainer des Stiefelstaates gestorben.
08. September 2026
Von: leo
Die erfolgreichsten nordischen Sportler aus dem Friaul hat er geformt: Eliseo Sartor, der am Dienstag im Alter von 91 Jahren gestorben ist. Sartor war jahrzehntelang Coach im Landesverband des Friauls, wo er Athleten wie Silvio Fauner und Pietro Piller Cottrer betreute und diese zu Olympiasiegern machte. Auch die Karriere von Biathlon-Superstar Lisa Vittozzi begleitete er.
„Heute ist einer dieser Tage, von denen man sich wünscht, dass sie niemals kommen würden. Heute hat Sappada, die italienische Sportwelt und insbesondere der Skilanglauf einen seiner besten Trainer verloren. Aber ich habe viel mehr verloren“, schreibt Fauner in einem emotionalen Beitrag in den sozialen Medien. „Ich habe meinen ersten Trainer verloren. Denjenigen, der meine Karriere ins Rollen gebracht hat, denjenigen, der mich bis an die Weltspitze geführt hat. Vor allem aber habe ich den Menschen verloren, der für mich wie ein zweiter Vater war.“
Fauner erzählt auch von den letzten Monaten Sartors, der ihm trotz seines fortgeschrittenen Alters immer mit Ratschlägen zur Seite gestanden habe. „Ich trage all die Erinnerungen an meine Jugend mit ihm in mir. Die Stunden auf den Skiern, die endlosen Reisen, das Lachen, die Anstrengung, seine Stimme, die mir immer sagte, ich solle niemals aufgeben. Und dann die Telefonate. Am Tag vor jedem wichtigen Rennen klingelte das Telefon und er war es. 'Silvio, denk daran, was du kannst.' Ein einfacher Satz, der mir mehr bedeutete als jede Taktik.“
Auch Vittozzi trauert
Sartor sei immer für ihn da gewesen. „Er war nicht nur ein Trainer. Er war mein Wegweiser, mein Bezugspunkt, der Mensch, der an mich geglaubt hat, als ich selbst noch nicht wusste, wie weit ich es schaffen könnte. Danke für alles, Eliseo. Ich werde dich sehr vermissen.“Auch Vittozzi erinnerte in einem Beitrag an Sartor und schrieb: „Ich werde dich so in Erinnerung behalten. Mit deiner ansteckenden Lebensfreude. Wir werden dich vermissen.“
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