o Langlauf

Pål Golberg (links) kommt zu Fall, Wang Qiang (2. von links) läuft weiter.

„Totaler Clown“: Norwegens Langläufer schäumen vor Wut

Den olympischen Langlauf-Sprint am Mittwoch hat Superstar Johannes Høsflot Klæbo für sich entschieden, Federico Pellegrino wurde Zweiter. Doch für den Aufreger des Rennens sorgte ein Chinese.

Nach dem Sieg von Klæbo herrschte im norwegischen Langlauf-Lager nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Grund dafür war das Viertelfinale des Sprints, in dem ein Chinese mit einem Ski-„Elch“ aneinandergeraten ist. „Was kann ich dazu noch sagen? Es ist eine grobe Überschreitung der Regeln“, meinte der betroffene Norweger Pål Golberg.


Was ist passiert? Golberg war in seinem Viertelfinale gut unterwegs gewesen, doch im Finish kam er zu Sturz. Als Schuldiger entpuppte sich der Chinese Wang Qiang, der mit einem rücksichtslosen Manöver den Norweger touchierte, sodass dieser stürzte und Letzter wurde. Qiang jubelte im Ziel zunächst über seinen zweiten Platz, der für den Einzug ins Halbfinale berechtigt hätte, dann wurde der Chinese jedoch wegen seines riskanten Verhaltens disqualifiziert.


Während die Enttäuschung beim 28-jährigen Wang Qiang groß war, herrschte im norwegischen Langlauf-Team dicke Luft. „Ich habe gesehen, was passieren wird, aber ich dachte nicht, dass er es tun würde. Er hat einige Weltcups zuvor bestritten und er weiß, was das bedeutet und welche Konsequenzen das hat. Es ist seltsam, dass er so die Nerven verliert“, hat Golberg wenig Verständnis für das Verhalten seines Konkurrenten.
Folge der mangelnden Erfahrung?
Unterstützung erhält der amtierende Staffel-Weltmeister von seinem norwegischen Teamkollegen Erik Valnes, der in jenem Viertelfinal-Heat Erster geworden war. „Er (Qiang, Anm. d. Red.) geht in Lücken, wo kein Platz ist – und bezahlt den Preis. Er war ein totaler Clown. Wenn du das tust, hast du kein Recht, hier zu sein“, wütete der Langläufer.

Und Wang Qiang? Der war nach der Disqualifikation enttäuscht, wie sein Trainer Bernhard Rönning sagte: „Er hat es zuerst nicht verstanden und war dann am Boden zerstört. Das mag eine Folge seiner mangelnden Erfahrung gewesen sein.“ In der Tat stehen dem Chinesen lediglich 14 Weltcupstarts zu Buche, wobei sein letzter Einsatz in der Langlauf-Königsklasse mehr als zwei Jahre zurückliegt.

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