
Johannes Høsflot Klæbo wird das Tragen einer Luxusuhr zum „Verhängnis“. © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ
„Unhöflich und arrogant“: Strafe für Klæbo wegen Luxusuhr
In der norwegischen Langlauf-Nationalmannschaft gelten seit einiger Zeit interne Verhaltensregeln, deren Einhaltung mit einem ungewöhnlichen Strafenkatalog überwacht wird. Davon betroffen war auch Superstar Johannes Høsflot Klæbo.
31. Mai 2026
Von: nie
Rund 30 verschiedene Vergehen können dabei finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen – von Verspätungen über unangemessene Kleidung bis hin zur Nutzung des Mobiltelefons während gemeinsamer Mahlzeiten.
Zu den bekanntesten Fällen zählt Johannes Høsflot Klæbo. Der Superstar des Teams musste eine Geldstrafe zahlen, nachdem er bei einer Pressekonferenz eine Uhr seines Sponsors sichtbar getragen hatte. Innerhalb der Mannschaft wird ein solches Auftreten offenbar kritisch gesehen, dem elfmaligen Olympiasieger wird unter anderem ein Anflug von Arroganz vorgeworfen.
Gesten gegen den Geist des Langlaufs
„Wenn wir in den Medien etwas veröffentlichen, das wir als etwas grenzwertig ansehen, muss man mit einer Geldstrafe rechnen. Dasselbe gilt, wenn sich jemand unhöflich oder zu arrogant verhält“, erklärte Harald Østberg Amundsen gegenüber NRK. „Zum Beispiel entspricht das Zurschaustellen teurer Uhren nicht wirklich dem Geist des Langlaufsports. In diesem Fall war daher eine kleine Geldstrafe zu erwarten. Es besteht keine Notwendigkeit, Namen zu nennen.“Johannes Høsflot Klæbo und Co. müssen sich für ihre öffentlichen Auftritte rechtfertigen. © ANSA / FILIP SINGER
Über die Vergabe der Strafen wachen mehrere Athleten selbst. Die finanzielle Verwaltung übernehmen Mattis Stenshagen und Lars Heggen, während andere Teammitglieder für die Erfassung und Bewertung möglicher Verstöße zuständig sind. Die bislang höchste bekannte Strafe erhielt Emil Iversen. Der ehemalige Weltmeister erschien verspätet zu einem Marketingtermin und wurde dafür zur Kasse gebeten.
„Emil hat wahrscheinlich 2500 Kronen [ca. 230 Euro, Anm.d.Red.] Strafe bekommen, weil er etwas zu spät zu einem Marketingtermin erschienen ist“, verriet Stenshagen. „Emil erklärte, dass es Komplikationen beim Hauskauf und ähnliche Dinge gegeben habe. Deshalb haben wir ihm etwas Spielraum eingeräumt und die Summe reduziert. Das werden wir berücksichtigen.“
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)