o Langlauf

Michael Eklöf zeigt seine Horror-Verletzungen.

Wenn ein Langlaufrennen zum Horrorfilm wird

Im Engadin, einem Hochtal im Schweizer Kanton Graubünden, ist vor kurzem das berühmte Langlauf-Distanzrennen „La Diagonela“ über die Bühne gegangen. Für viele Athleten wurde es zum Kälte-Horror, nach dem einigen Startern nun sogar Amputationen drohen.

Die Bilder, die nach dem Langlaufrennen im Engadin Mitte Jänner in den sozialen Netzwerken die Runde machten, schockten selbst die Stars der Langlaufszene. „Das war wie in einem Horrorfilm, als ich das auf Instagram gesehen habe“, sagt Star-Langläuferin Frida Karlsson gegenüber Expressen. „Es ist kein schöner Anblick. Es zeigt wirklich, dass es dauerhafte Folgen haben kann. Nein, das willst du nicht erleben.“


Das Rennen in der Schweiz war von den Bedingungen her tatsächlich an der Grenze. Wie der norwegische Rundfunk NRK berichtet, seien die Temperaturen während des Rennens auf bis zu minus 28 Grad gefallen. Einige Athleten haben deshalb schwere Erfrierungs-Verletzungen erlitten, wie zum Beispiel Michael Eklöf und Patrick Ottilinger. Der Erstgenannte bangt um einen seiner Zehen, während der Letztgenannte 2 Finger verlieren könnte.

Organisatoren wehren sich
„Ich will nicht, dass das passiert“, erklärt ein immer noch geschockter Eklöf. Auch andere Athleten hatten mit den brutalen Bedingungen zu kämpfen. Die Schwedin Britta Norgren trug Erfrierungen an den Füßen davon, hat das Schlimmste aber hinter sich – genauso wie Andreas Nygaard, der nach dem Rennen an einigen Fingern keine Haut mehr hatte. Er gibt sich aber kämpferisch und will schon Anfang März wieder Rennen bestreiten.

Nygaard zeigt links seine Handverletzungen, während rechts die lädierten Füße von Norgren zu sehen sind.


Die Organisatoren sind indes in die Kritik geraten, dass sie bei solchen Bedingungen ein Rennen durchgeführt haben. Allerdings wehrte sich die Rennjury: So sei die extreme Kälte vor dem Rennen thematisiert worden, zudem durften sich die Athleten zusätzliche Überziehkleidung anziehen, um sich „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ gegen die Kälte zu schützen. Nicht alle Sportler suchen die Schuld deshalb am Veranstalter. Nygaard schrieb beispielsweise, dass seine Verletzungen „selbstverschuldet“ seien.

Autor: det

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