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Die Nordische Kombination könnte von der olympischen Bildfläche verschwinden. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

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Die Nordische Kombination könnte von der olympischen Bildfläche verschwinden. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Legenden halten zusammen: „Kein Recht Träume zu zerstören“

Ende Juni will das IOC über die olympische Zukunft der Nordischen Kombination entscheiden. In Frankreich regt sich Widerstand gegen das drohende Olympia-Aus.

Wenige Wochen vor einer richtungsweisenden Entscheidung des International Olympic Committee steht die Zukunft der Nordischen Kombination auf der Kippe. Das IOC will Ende Juni – voraussichtlich am 24. oder 25. Juni – darüber befinden, ob die traditionsreiche Wintersportdisziplin Teil des Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen bleibt. Somit wird über nichts weniger entschieden als über die langfristige Zukunft einer der traditionsreichsten Sportarten in der kalten Jahreszeit.


Angestoßen von Dominique Issartel formiert sich nun Widerstand gegen ein mögliches Aus. Issartel, Leiter des Skisprung- und Kombinationskomitees im französischen Dauphiné, hat eine Petition initiiert, die den Verbleib der Sportart sichern soll. Ziel ist es, kurz vor der Entscheidung ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Nordischen Kombination zu setzen.

Unglaubliche Unterstützung von großen Namen

Unterstützung erhält die Initiative von prominenter Seite: Zahlreiche französische Olympiasieger und Medaillengewinner haben sich bereits hinter den Appell gestellt. Dazu zählen unter anderem Jean-Claude Killy, Marie-José Pérec, David Douillet und Alain Bernard sowie die Biathlon-Stars Quentin Fillon-Maillet, Lou Jeanmonnot und Eric Perrot. Darüber hinaus stehen auch Ryoyu Kobayashi (Japan/Skispringen), Domen Prevc (Slowenien/Skispringen) oder etwa auch Ren Nikaido (Japan/Skispringen) hinter dem Vorhaben.

Auch in Zukunft sollen die Nordischen Kombinierer olympische Medaillen gewinnen dürfen. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Auch in Zukunft sollen die Nordischen Kombinierer olympische Medaillen gewinnen dürfen. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Die Botschaft ist klar: Wenn Frankreich 2030 Gastgeber der Winterspiele ist, soll auch die Nordische Kombination Teil dieses sportlichen Schaufensters bleiben. „Wir haben kein Recht, Träume zu zerstören“, heißt es in der zur Petition gehörigen Mitteilung, in der vor allem auf den Nachwuchs eingegangen wird. Ohne ihn stirbt eine Sportart aus – und kein anderes Szenario droht der Nordischen Kombination, sollte das Olympia-Aus wirklich eintreten. „Hunderte Athleten würden plötzlich ihren olympischen Traum verlieren. Gerade für kleinere, wenig professionalisierte Sportarten sind die Winterspiele oft die einzige Perspektive“, hieß es weiter.

Bis Sonntag wurden bereits knapp 1.700 Unterschriften gesammelt, eine Teilnahme an der Petition ist unter diesem Link möglich.

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