
Ilka Herola holte sich den Sieg. © APA / ERWIN SCHERIAU
Ohne Südtiroler: Kombinierer feiern Flug-Premiere
Johannes Lamparter ist bei der Skiflug-Premiere der Nordischen Kombination auf dem Kulm bei Bad Mitterndorf dem Gewinn des Gesamtweltcups einen großen Schritt näher gekommen.
27. Februar 2026
Von: leo/apa
Österreichs Vorzeige-Kombinierer musste sich am Freitag lediglich ganz knapp dem Finnen Ilkka Herola (+0,1 Sek.) geschlagen geben und baute seine Führung weiter aus. Zwei Rennen vor Schluss hat Lamparter 173 Punkte Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Jens Luraas Oftebro aus Norwegen.
Als „Nebeneffekt“ sicherte sich Lamparter auch die kleine Kompakt-Kristallkugel und hat bei den abschließenden Bewerben in Lahti (6. März) und Oslo (15. März) die große Chance, zu Saisonende mit drei Kugeln dazustehen. Denn die Massenstart-Wertung war bereits Ende Jänner in Seefeld an den dreifachen Olympia-Medaillengewinner von Mailand/Cortina gegangen.
Lamparter vor Heimpublikum souverän
Lamparter segelte von der Skiflugschanze mit 236,5 m stilecht zur Tageshöchstweite, in der Loipe zog er erst nach einem Zielsprint gegen Herola den Kürzeren. Oftebro, der bei Olympia in beiden Einzelbewerben Lamparter das Nachsehen gegeben hatte, musste sich mit Platz fünf zufriedengeben. Dass der Norweger den Rückstand in der Gesamtwertung noch aufholt, scheint unwahrscheinlich.Das Podest mit Johannes Lamparter, Ilka Herola und Johannes Rydzek. © APA / ERWIN SCHERIAU
„Die zweite Kugel fixiert, für die Große schaut's auch sehr, sehr gut aus. Es läuft, ich bin happy“, lautete Lamparters zufriedenes Resümee im ORF. Zugleich gestand er, körperlich „echt schlecht“ gewesen zu sein. „Es war alles auf Olympia hingetrimmt. Gesundheitlich und energetisch bin ich nicht mehr voll da.“ Es darf dem Gesamtweltcupsieger 2022/23 relativ egal sein. „Wenn ich heute Zweiter bin, und das ist das Schlechteste – dann nehme ich das gern.“
Aaron Kostner aus St. Ulrich nahm am Wettbewerb nicht teil, weil er in der Sprungwertung des Weltcups nicht unter den Top 40 klassiert ist. Dasselbe gilt für alle anderen Athleten aus dem Stiefelstaat.
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