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Aaron Kostner ist Südtirols bester Nordischer Kombinierer. © APA/afp / JAVIER SORIANO

z Nordische Kombination

Aaron Kostner ist Südtirols bester Nordischer Kombinierer. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Paukenschlag: Nordische Kombination nicht mehr olympisch

Die Ära der Nordischen Kombination bei Olympia ist nach mehr als 100 Jahren vorerst beendet. Die Sportart zählt für die Winterspiele 2030 in Frankreich nicht mehr zum Wettkampfprogramm, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne mitteilte. Bei den Winterspielen im Februar in Italien waren ausschließlich die Männer startberechtigt.

Die Nordische Kombination sei laut Studien beim Publikum die unbeliebteste Sportart der Winterspiele 2014, 2018, 2022 und 2026 gewesen, begründete das IOC seine Entscheidung. Darüber hinaus konzentriere sich die Sportart zu sehr auf nur wenige Länder. Nur fünf unterschiedliche Nationen hatten bei den vergangenen vier Winterspielen Medaillen gewonnen.


Für die Kombination ist es ein schwerer Schlag. Jahrelang hatten Athletinnen und Athleten sowie die Verbände für einen Verbleib beim wichtigsten Sportereignis der Welt gekämpft. Hätte sich das IOC für einen Erhalt der Sportart im Programm entschieden, wären 2030 wohl auch erstmals die Frauen dabei gewesen.

Seit 1924 im Olympia-Programm

So werden in dreieinhalb Jahren (1. bis 17. Februar 2030) in den französischen Alpen zwar Skispringer und Langläufer dabei sein, aber keine Kombinierer mehr. Gleichzeitig entschied das IOC, den Parallel-Riesenslalom im Snowboard entgegen jüngster Befürchtungen der Sportlerinnen und Sportler im Wettkampfprogramm zu lassen.

Daniela Dejori muss den Traum von Olympia vorerst begraben. © Teyssot / Pierre TEYSSOT

Daniela Dejori muss den Traum von Olympia vorerst begraben. © Teyssot / Pierre TEYSSOT


Die Kombination war seit der erstmaligen Austragung im Jahr 1924 fester Bestandteil der Winterspiele. Frauen waren in diesen 102 Jahren nie dabei. Es war bis zu diesem Jahr die letzte Sportart der Winterspiele, in der Frauen kein Startrecht haben.

Die Athletinnen und Athleten hatten monatelang für den Erhalt ihrer Sportart und die Hinzunahme der Frauen geworben. Die Gegenargumente waren unter anderem die fehlende Leistungsdichte in der Spitze, die Gewinnerinnen und Gewinner aus den immer gleichen Nationen sowie der noch junge Weltcup. Dieser wurde bei den Frauen erst 2020 und damit 37 Jahre nach den Männern ins Leben gerufen.

Das gab den Ausschlag

Das IOC sammelte jahrelang Informationen wie TV-Quoten, Zuschauerzahlen, aber auch Reichweiten von Instagram-Postings. „Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, vor denen die Nordische Kombination sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen steht“, hatte IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey vorab dazu gesagt. Die Auswertung der entscheidenden Daten von den Winterspielen in Italien im Februar gab nun den Ausschlag – gegen die Nordische Kombination.

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