n Rodeln Kunstbahn

Nächste Woche beginnt für die "Azzurri" die neue Saison (Pentaphoto)

Das Jahr eins nach Zöggeler beginnt mit einer Neuheit

Im Rennrodeln beginnt eine neue Zeitrechnung. Im Jahr eins nach Rekordmann Armin Zöggeler, der im Herbst seinen Rücktritt erklärte, führt der Internationale Rennrodel-Verband eine neue Disziplin ein. Diese steht bereits nächste Woche bei der Auftaktetappe in Igls mit am Programm.

Mit der Saison 2014/2015 hält der Sprint Weltcup Einzug ins Wettkampfprogramm. Das neue Format wurde beim 62. Kongress des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL) im Sommer 2014 per einstimmigen Beschluss in die Internationale Rennrodel-Ordnung (IRO) aufgenommen. Der FIL-Sprint Weltcup steht im nacholympischen Winter 2014/2015 bei drei Veranstaltungen erstmals offiziell auf dem Programm, nämlich bei der Auftaktetappe am kommenden Wochenende in Igls, im Dezember in Calgary und im Februar in Altenberg. Beim Sprint Weltcup fällt die Entscheidung in nur einem Lauf, die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start frühestens 100 Meter nach dem Startbock. Startberechtigt sind lediglich die ersten 15 der jeweiligen Weltcup-Wertung. Weltcup-Punkte werden analog zu den herkömmlichen Rennen vergeben und fließen in die Gesamtwertung mit ein.

Eine neue Zeitrechnung beginnt im Rennrodeln aber auch aus einer anderen Sicht. Wie Zöggeler, Rekord-Weltmeister und einziger Wintersportler, der bei sechs Olympia-Starts immer eine Medaille gewann, beendeten auch der Russe Albert Demchenko, der drei olympische Silbermedaillen gewann, und der zweimalige Weltmeister und Olympiazweite von 2010, David Möller aus Deutschland ihre Karrieren. Gemeinsam hatte das Trio fast ein Drittel aller bislang ausgetragenen Weltcups seit der Premiere 1977/1978 gewonnen. Zöggeler, mit dem Österreicher Markus Prock dank jeweils zehn Gesamtsiegen obendrein noch Rekordsieger, stand insgesamt 57 Mal auf dem höchsten Podesttreppchen. Künftig werden zwar viele neue Gesicher die Siegerpodeste der Herren im Weltcup bevölkern, bis zu diesen Rekordzahlen haben jedoch alle noch einen weiten Weg vor sich.


Weltcup-Auftakt am kommenden Wochenende in Igls mit 13 Südtirolern

Der Startschuss zum neuen Kunstbahnrodel-Weltcupwinter fällt bereits nächste Woche in Igls. Der italienische Kader für die erste Etappe fasst insgesamt 13 Athleten, allesamt aus Südtirol. Es sind die Doppelsitzer Christian Oberstolz/Patrick Gruber, Ludwig Rieder/Patrick Rastner und die neu ins A-Team aufgenommenen Florian Gruber/Simon Kainzwalder, sowie die Einsitzer Dominik Fischnaller, David Mair, Kevin Fischnaller und Emanuel Rieder. Erstmals bei den „Großen“ mitfahren darf in Igls auch Junior Theo Gruber. Bei den Frauen gehen mit Sandra Robatscher und Andrea Vötter zwei Athletinnen an den Start. „Die Athleten sind alle gut in Form, einzig Christian Oberstolz hat derzeit mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen und kann deshalb zur Zeit nur eingeschränkt trainieren“, so Cheftrainer Kurt Brugger auf Anfrage.

Autor: sportnews

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