n Rodeln Kunstbahn

Die Kunsteisbahn in Cesana Pariol sorgt erneut für Gesprächsstoff.

Dem Eiskanal in Cesana droht erneut das Aus - Kritik wird laut

Die Posse um die Wiedereröffnung der Olympiabahn im Piemont nimmt kein Ende. Nachdem es erneut Probleme mit der Betreibergesellschaft gibt, droht nun sogar die Weltcup-Etappe der Kunstbahnrodler ins Wasser zu fallen. Bei der Suche nach einem langfristigen Alternativstandort richtet sich der Blick auch nach Südtirol

Nach einem Jahr Pause wurde im August feierlich die Wiedereröffnung der Bahn in Cesana bekanntgegeben, auf der die heimischen Athleten während der Olympischen Spiele 2006 in Turin historische Erfolge feierten. Doch nun, wenige Monate später, drohte eine erneute Kehrtwende: Die Betreibergesellschaft Parcolimpico srl, die zu 70 % dem US-Konzern Live Nation gehört, droht seine Aktivität einzustellen. Am Dienstag hat sie begonnen die 48 Tonnen Ammoniaklösung, die zur Aufbereitung des Kunsteis benötigt werden, abzutransportieren. Jetzt droht sogar der Weltcup-Etappe der Rodler Anfang Dezember das Aus.

"Die Situation ist sehr kritisch", gibt Karl Damian derRodelsport-Verantwortliche der FISI unumschweiflich zu. Es hänge nun von derLokalpolitik ab, inwiefern das Projekt Kunsteisbahn weitergetragen wird. Diesbezüglich bezieht Cesanas Bürgermeister Lorenzo Colomb in der Mittwochausgabe der "Gazzetta dello Sport" klar Stellung: "Allein die unendliche Diskussion ist für uns ein imenser Imageschaden. Ich engagiere mich persönlich, damit die Bahn nicht zu einer Sport-Ruine verfällt". Er will in den kommenden Tagen für Unterstützung in Wirtschafts- und Politikbranche werben.


Alternative in Südtirol?

In der Zwischenzeit häuft sich allerdings die internationale Kritik am Weltcupstandort Italien. Um dieser den Wind aus den Segeln zu nehmen, könnte ein Standort in Südtirol Abhilfe schaffen. "In der Tat befassen wir uns mit diesem Thema. In Österreich gibt es zur Zeit ein Pilotprojekt einer neuen Bahn, die großteils aus Fertigteilen besteht und mit jener kostspieligen in Cesana nicht vergleichbar ist", erklärt Damian, der nun aber vorerst die Entwicklung im Piemont abwarten möchte: "Momentan ist nicht derrichtige Zeitpunkt, um eine Diskussion über eineBahn in Südtirol zu entfachen. Zunächst müssen wir eine definitive Entscheidung aus Cesana abwarten, um eventuell längerfristige Planungen voranzutreiben."

Autor: sportnews

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