n Rodeln Kunstbahn

Für Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner wurde ein Fehler kurz vor Schluss zum Verhängnis. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

Die Chance war da: Rodler verpassen Medaille

Eine der heißesten Chance auf eine Südtiroler Medaille gab es am Mittwoch beim Doppelsitzer der Kunstbahnrodler. Am Ende wurde es ein enttäuschendes Rennen für Rieder und Kainzwaldner.

Am Mittwoch um 13.20 Uhr (MEZ) ging es für Emanuel Rieder aus Meransen und Simon Kainzwaldner aus Villanders um alles. Nach einem starken ersten Lauf ging man auf den vierten Platz in die Entscheidung. Ein Fehler kurz vor Schluss zerstörte aber jegliche Hoffnung auf eine Medaille.


Mit der Startnummer 4 gingen die Beiden in Peking an den Start und lieferten einen soliden ersten Lauf ab. Mit 0,35 Sekunden Rückstand lagen die Südtiroler nach dem ersten Lauf auf dem zwischenzeitlichen vierten Rang. Auf den dritten Platz, den die Österreicher Lorenz Koller und Thomas Steu innehatten, fehlten 0,18 Sekunden, ein Rückstand der noch zum Träumen veranlasste. Aber auch das lettische Duo Martins Bots und Roberts Plume lauerten in Schlagdistanz mit 0,03 Sekunden Rückstand auf Rieder und Kainzwaldner. Es versprach ein spannender zweiter Lauf zu werden.

Doch dieser entwickelte sich für die Südtiroler zu einem wahren Albtraum. Während der Start und der obere Teil gut gelangen und die Zwischenzeiten noch grün aufleuchteten, wurde kurz vor Schluss die übliche Kurve 13, bei dem mehrere Athleten schon strauchelten, auch Rieder und Kainzwaldner zum Verhängnis. Die Rodel der beiden schlingerte dann noch die letzten Meter ins Ziel und jegliche Chancen auf eine Medaille verblassten. Am Ende fiel man sogar auf Platz 6 zurück und musste den Tag mit hängenden Köpfen beenden.

Historisches Gold für Deutschland
Der Kampf um die Goldmedaille war ein deutsches Duell. Nach dem ersten Lauf führten Tobias Wendl und Tobias Arlt mit nur 0,05 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsmänner Toni Eggert und Sascha Benecken. Diesen Vorsprung ließen sich die Altmeister Wendl und Arlt nicht mehr nehmen und holten sich die Goldmedaille. Der Sieg bedeutet für diesen deutschen Doppelsitzer bereits die dritte Goldmedaille in Folge bei Olympischen Spielen nach 2014 in Sochi und 2018 in Pyeongchang. Eggert und Benecken konnten den zweiten Platz verteidigen und holten nach Bronze 2018 in Korea die Silbermedaille. Dritter wurden die Gesamtsieger der Saison 2020/21 Lorenz Koller und Toni Eggert aus Österreich.
Die Ergebnisse
Pos.NameLandZeit
1.Tobias Wendl/Tobias ArltDEU1.56,554 Min
2.Toni Eggert/Sascha BeneckenDEU+0,099 Sek
3.Thomas Steu/Lorenz KollerAUT+0,511
4.Martins Bots/Roberets PlumeLAT+0,865
5.Andris Sics/Juris SicsLAT+0,883
6.Emanuel Rieder/Simon KainzwaldnerITA+1,043
7.Tristan Walker/Justin SnithCAN+1,364
8.Aleksandr Denisyev/Vladislav AntonovROC+1,439
9.Wojciech Chmielewski/Jakub KowalewskiPOL+1,511
10.Andrei Bogdanov/Iurii ProkhorovROC+1,954

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