n Rodeln Kunstbahn

In Igls hatte Fischnaller im Vorjahr Platz drei belegt (Foto: Eslage&Voss) Der junge Meransner ist nach dem Rücktritt von Armin Zöggeler einer der großen Hoffnungsträger im italienischen Team (Pentaphoto) Dominik Fischnaller mit seinen Meransner Teamkollegen (Foto: Facebook)

Dominik Fischnaller: „Will an die vergangene Saison anknüpfen“

Am 13. Februar schloss sich in Sochi auf der olympischen Bühne der Vorhang im Rennrodeln. Genau 287 Tage nach der glanzvollen Premiere der Team-Staffel bei den ersten Winterspielen in Russland beginnt am kommenden Wochenende der neue Rennrodel-Winter. Beim ersten Stopp in Igls sind auch 13 Südtiroler mit von der Partie.

Auf historischem Boden startet der Rennrodel-Weltcup in seine 38. Saison. Die Kunsteisbahn in Igls, die genau an jener Stelle am Fuße des Patscherkofels erbaut wurde, wo 1964 das Rennrodeln auf einer damals üblichen Natureisbahn seine olympische Premiere feierte, ist zum 33. Mal Schauplatz eines FIL-Weltcups. Nur Königssee, die älteste Kunsteisbahn der Welt, war mit bislang 34 Veranstaltungen seit der Weltcup-Premiere im Winter 1977/1978 öfter Gastgeber.

Insgesamt haben 134 Schlitten aus 21 verschiedenen Nationen für den Weltcup-Auftakt gemeldet. Unter den Teilnehmern befinden sich auch 13 Südtiroler, nämlich die Doppelsitzer Christian Oberstolz/Patrick Gruber, Ludwig Rieder/Patrick Rastner und die neu ins A-Team aufgenommenen Florian Gruber/Simon Kainzwalder, sowie die Einsitzer Dominik Fischnaller, David Mair, Kevin Fischnaller und Emanuel Rieder. Erstmals bei den „Großen“ mitfahren darf in Igls auch Junior Theo Gruber. Bei den Frauen gehen mit Sandra Robatscher und Andrea Vötter zwei Athletinnen an den Start.


„Es wird schwierig, eine Saison wie die abgelaufene zu wiederholen“

Im italienischen Kunstbahnrodel-Team ist Dominik Fischnaller, nach dem Rücktritt von Armin Zöggeler, zweifelsfrei einer der großen Hoffnungsträger. Der 21-jährige Meransner, der im Vorjahr seinen ersten Sieg feierte und im Gesamtweltcup Platz drei unter Dach und Fach gebracht hat, freut sich schon auf das erste Weltcuprennen der Saison: „Wir haben zuletzt in Lillehammer, Königssee und Altenberg trainiert. Nun kann ich aber kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“ Welche Ziele er sich für die kommende Saison gesteckt habe? „Es wird schwierig, eine Saison wie die abgelaufene zu wiederholen. Ich hoffe aber, dass ich an vergangene Saison anknüpfen kann. Außerdem möchte ich bei der WM in Sigulda ein Top-Ergebnis erzielen“, so Fischnaller, der sich noch nicht sicher ist, was er sich vom ersten Rennen der Saison erwarten soll.

„Wir hatten in der Saisonvorbereitung nie einen Vergleich zu den anderen Mannschaften, deshalb können wir im Moment noch nicht einschätzen, wo wir genau stehen. Am Wochenende soll es hier ziemlich warm werden, deswegen heißt es einfach abwarten und sehen was dabei herauskommt. Der größte Konkurrent ist mit Sicherheit Felix Loch. Aber auch die restlichen Deutschen Rodler, der Österreicher Wolfgang Kindl und meine Mannschaftskollegen sind hier in Igls nicht zu unterschätzen. Und wollen wir die Russen nicht vergessen“, erklärt der junge Südtiroler, der in Igls im Vorjahr den dritten Rang belegt hatte.

Überraschen lassen will er sich auch vom Sprintweltcup, der mit der Saison 2014/2015 Einzug ins Wettkampfprogramm hält (SportNews berichtete) und in Igls am Sonntag seine Premiere feiert. „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob mir diese Art von Rennformat gefallen wird oder nicht. Ich freue mich aber auf jeden Fall, etwas Neues auszuprobieren. Der Rest wird sich am Sonntag zeigen“, so Fischnaller abschließend.



Der Zeitplan beim Weltcup in Igls:

Freitag, 28. November:
9.30 Uhr: Nationencup

Samstag, 29. November:
9.40 Uhr: Damen 1. Lauf
11.00 Uhr: Damen 2. Lauf
12.15 Uhr: Doppel 1. Lauf
13.30 Uhr: Doppel 2. Lauf

Sonntag, 30. November:
9.45 Uhr: Herren 1. Lauf
11.20 Uhr: Herren 2. Lauf
13.00 Uhr: Sprint Cup

Autor: sportnews