n Rodeln Kunstbahn

Gerhard Plankensteiner, Oswald Haselrieder, Alfred Jud und Josef Fendt Das erfolgreiche Duo bei den Olympischen Spielen in Turin Das erfolgreiche Duo beim Weltcup 2010 in Winterberg

Haselrieder und Plankensteiner beenden ihre Karriere

Zwei der erfolgreichsten Rennrodler Südtirols haben im Sommer die Rodel an den Nagel gehängt.

Wenn viele Südtiroler heute wissen, dass die italienische Nationalhymne von Goffredo Mameli geschrieben worden ist, dann verdanken sie es den beiden Kunstbahnrodlern Gerhard Plankensteiner und Oswald Haselrieder. Und wenn man einen Blick zurückwirft, auf diese erfolgreiche Rodlerkarriere, dann kommt man um diese Episode aus dem Jahr 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin nicht umhin.

In Cesana Pariol feierten die beiden Kunstbahnrodler einen der größten Erfolge ihrer Karriere. Sie gewannen im Eis-Labyrinth hoch über Turin die Bronzemedaille. In die Presse geriet das sympathische Duo aber weniger wegen ihres Edelmetalls, sondern wegen einer Fangfrage, die ihnen von einer italienischen Journalistin gestellt wurde. „Wenn es Gold geworden wäre, hättest du die Mameli-Hymne mitgesungen?“, fragte die blonde TV-Dame Gerhard Plankensteiner. Worauf dieser – noch immer voller Adrenalin nach der Meisterleistung im Eiskanal – antwortete, dass er dieses „Lied“ nicht kenne.

Plankensteiner/Haselrieder wurden daraufhin von der italienischen Presse und vielen rechten Politikern zerlegt – in Südtirol aber auch von einigen italienischen Politkern und Journalisten wurde das Duo in Schutz genommen und die Episode steigerte ihre Popularität in ihrer Heimat Südtirol enorm.

Weltmeister zum Abschluss der Karriere
Ansonsten sorgten der Rasner Plankensteiner und der Völser Haselrieder natürlich sportlich für Schlagzeilen. Neben der Olympia-Medaille wurde das Duo 2009 in Lake Placid Weltmeister und holte bei der WM 1996 in Altenberg die Bronzemedaille. Zum Sieg des Gesamtweltcups reichte es für das Gespann zwar nie, doch 1997 schaute in der Gesamtwertung Platz zwei heraus und 2007 der dritte Rang.

Plankensteiner/Haselrieder feierten im Doppel fünf Weltcupsiege, insgesamt stand das Duo 31 Mal auf dem Podest. Außerdem scheinen in ihrer Bilanz fünf EM-Medaillen und vier Italienmeistertitel auf.

Die beiden Rennrodler gingen zeitweise auch im Einsitzer an den Start. Der heute 39-jährige Plankensteiner wurde 1992 bei den Olympischen Spielen in Albertville 11. und hat im Weltcup als bestes Ergebnis einen vierten Platz in Winterberg (1993) aufscheinen. Haselrieder, auch er mittlerweile 39 Jahre alt, wurde im Einzel bei der WM 2000 in St. Moritz 19.

Ganz werden die beiden Rennrodler ihrem Sport aber nicht den Rücken kehren. Sie sollen einen Platz im Trainerstab der italienischen Nationalmannschaft bekommen.


Die größten Erfolge im Überblick:

Olympische Spiele
1998 Nagano: 6.
2002 Salt Lake City: 7.
2006 Turin: 3.
2010 Vancouver: 9.

Weltmeisterschaften
1996 Altenberg: 3.
2009 Lake Placid: 1.

Europameisterschaften
1996 Sigulda 2.
2002 Oberhof 3.
2008 Cesana 3.

Gesamtweltcup
1997: 2.
2007: 3.

Weltcup
5 Siege: 1995 St. Moritz, 1997 Nagano, 2003 Oberhof, 2007 Sigulda, 2008 Igls
9 x Platz 2
17 x Platz 3

Italienmeisterschaften
4 Siege: 1997 Nagano, 2000 Igls, 2003 Igls, 2004 Igls

Autor: sportnews

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