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Die Südtiroler zeigten eine grandiose Leistung. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

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Die Südtiroler zeigten eine grandiose Leistung. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

Krönender Abschluss: Rodler fahren im Team zu Bronze!

Südtirols Rennrodler haben am Donnerstag mit einer weiteren Glanzleistung die nächste Medaille bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo gewonnen. Die Team-Staffel beendeten Verena Hofer, Dominik Fischnaller, Andrea Vötter, Marion Oberhofer, Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner auf Platz drei.

Vor 24 Stunden hatten die heimischen Rodler innerhalb nur einer Stunde für einen wahren Medaillenregen gesorgt. Zunächst rasten Andrea Vötter und Marion Oberhofer zu Gold, kurz darauf taten es ihnen Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner gleich. Viel Zeit, um diese historischen Triumphe zu zelebrieren, blieb aber nicht, da es am Donnerstag schon die nächste (und letzte) Medaillenchance bei diesen Winterspielen gab. Diese packten die erwähnten Doppelsitzer sowie Dominik Fischnaller und Verena Hofer beim Schopf. In der Team-Staffel fuhr das Südtiroler Sextett zu Bronze.


Die erste imposante Richtmarke stellte Österreich auf, das die Zeit der bis dahin führenden Letten um über eine halbe Sekunde unterbot. Die Südtiroler wussten, dass perfekte Läufe gefordert waren – entsprechend engagiert startete Verena Hofer ins Rennen. Die Feldthurnserin spielte ihre Qualitäten am Start aus, ließ sich auch von einer kleinen Unsicherheit nicht beeinflussen und übergab mit Vorsprung auf Rieder und Kainzwaldner. Die Olympiasieger zeigten keine Schwäche und bauten die Führung auf anderthalb Zehntel aus.

Eine historische Medaille

Fischnaller ließ mit einer suboptimalen Reaktionszeit wichtige Zeit liegen und schaffte es auch in der Folge nicht mehr, dem Tempo von Jonas Müller zu folgen. Der Rückstand von rund zwei Zehntelsekunden erwies sich für Vötter und Oberhofer als zu viel. Der Jubel war dennoch riesengroß, schließlich war es die erste Medaille in dieser Disziplin, die erst im Jahr 2014 ins olympische Programm aufgenommen wurde.

Das siegreiche Team aus Deutschland. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

Das siegreiche Team aus Deutschland. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO


Besonders groß war die Freude bei Hofer, die eine Medaille in der Einzelkonkurrenz verpasst hatte. Vor zwei Tagen musste sie sich mit dem vierten Rang zufriedengeben. Gold ging unterdessen an Deutschland (Julia Taubitz, Max Langenhan, Tobias Wendl & Tobias Arlt, Magdalena Matschina & Dajana Eitberger), das in allen vier Läufen die Bestzeit aufstellte. Letztendlich lag der Favorit mit dem neuen Bahnrekord 0,542 Sekunden vor Österreich.

Für Südtirols Rodler gingen historische Olympische Spiele also mit einem weiteren Höhepunkt zu Ende: jeweils Gold im Doppelsitzer, dazu Bronze im Einsitzer der Herren sowie in der Team-Staffel – damit wurden alle Erwartungen übertroffen.

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Team-Staffel, das Ergebnis:

Pos.LandZeit
1.Deutschland3.41,62 Minuten
2.Österreich+ 0,542 Sekunden
3.Italien+ 0,849
4.Lettland+ 1,077
5.USA+ 1,104

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