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Rupert Staudinger gedenkt bei den Winterspielen in Peking einem besonderen Freund. © APA/afp / DANIEL MIHAILESCU

„Ruhe in Frieden“ – Die Geschichte hinter einem besonderen Helm

Wenn Rupert Staudinger sich in den Eiskanal von Peking stürzt, trägt er einen besonderen Helm. Der britische Rodler gedenkt während der Olympischen Winterspiele nämlich seinem jahrelangen Freund und Vorbild.

„Ruhe in Frieden, AJ“ – Die Botschaft auf dem Helm von Staudinger soll an seinen großen Mentor der vergangenen Jahre erinnern. Im Dezember 2021 war Adam „AJ“ Rosen im Alter von 37 Jahren in Folge eines Krebsleidens verstorben. Zuvor hatte der Rodler an den Olympischen Spielen in Turin (2006), Vancouver (2010) und PyeongChang (2018) teilgenommen. Im Weltcup sorgte er in der Saison 2008/09 in Calgary mit dem sechsten Platz für das beste britische Ergebnis aller Zeiten.


„Ich habe mit ihm in PyeongChang ein Zimmer geteilt. Zuvor war er mir ein guter Mentor gewesen. Ohne ihn wäre ich damals wohl nicht dabei gewesen“, erinnerte sich Staudinger an seinen Freund zurück. „Er hat mir in so vielen Belangen geholfen, nicht nur beim Rodeln. Generell im Leben einfach.“

IOC gewährt Staudinger die Erinnerung
Um seinem Vorbild und Begleiter Respekt zu zollen, holte sich Staudinger für die Winterspiele in Peking eine besondere Erlaubnis seitens des IOC ein, um mit einem eigens konzipierten Helm im Wettkampf antreten zu dürfen. „Er spielte eine große Rolle in meinem Leben und ich habe mich dazu entschieden, seine Erinnerung am Leben zu erhalten“, unterstrich er weiter.

Staudinger wurde in Berchtesgaden in Bayern als Sohn eines deutschen Vaters und einer britischen Mutter geboren und wuchs in Schönau am Königssee auf.

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