
Marion Oberhofer (rechts) knipst mit Andrea Vötter (Mitte) und Sergio Mattarella ein Selfie. © ANSA / Paolo Giandotti
Spezieller Besuch: Unsere Gold-Ladys begeistern Mattarella
Es war die Krönung eines denkwürdigen Abends: Andrea Vötter und Marion Oberhofer statteten Staatspräsident Sergio Mattarella nach dem Olympiasieg einen Besuch ab. Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner mussten aus einem kuriosen Grund passen.
12. Februar 2026
Aus Cortina d'Ampezzo

Von:
Thomas Debelyak
In Cortina d’Ampezzo merkte man am Mittwoch schnell, dass etwas anders war. Etliche Polizeiautos kurvten durch die engen Gassen des Olympia-Ortes, vor allem vor dem Hotel Villa Marina – rund fünf Gehminuten vom Rodelzentrum entfernt – herrschte ein großes Aufgebot an Sicherheitskräften, Personenschützern und Carabinieri. Warum, das wusste bald jeder: Staatspräsident Sergio Mattarella ist zu Besuch bei Olympia.
Und der 84-Jährige hätte sich keinen besseren Tag aussuchen können. Auf der neu errichteten Eugenio-Monti-Bahn rauschten die Südtiroler Doppelsitzer Andrea Vötter/Marion Oberhofer und Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner zu historischen Goldmedaillen.
Sergio Mattarella (2. von links) mit den beiden Rodel-Champions Marion Oberhofer (rechts) und Andrea Vötter (2. von rechts). Ganz links Armin Zöggeler. © ANSA / Paolo Giandotti
Nach der Siegerehrung und den Interviews in der Mixed-Zone kam schließlich eine besondere Einladung. Die Rodel-Heldinnen und Helden sollten zu Mattarella in die Villa Marina. Während Rieder und Kainzwaldner noch für längere Zeit bei der Dopingkontrolle hängen blieben, machten sich Vötter und Oberhofer in Begleitung von Rennsportleiter Armin Zöggeler zum Staatschef auf.
Mattarella kennt sich gut aus
Und dieser empfing die Rodlerinnen mit offenen Armen. „Es gab ganz viele Komplimente für Marion und Andrea. Er sagte, dass dies ein wunderschöner Erfolg für Italien und für die neu errichtete Bobbahn sei“, erzählt Zöggeler. Mattarella zeigte sich auch sehr interessiert. „Er wollte zum Beispiel wissen, wer heute in der Staffel startet, und wie genau das Rennen funktioniert. Und: Er ist sehr gut informiert. Plötzlich rief er nämlich in die Runde, ob wir denn immer noch hinter Norwegen im Medaillenspiegel seien. Er hat sich gut ausgekannt.“Die Rodel-Damen im Gespräch mit Mattarella. © ANSA / Paolo Giandotti
Gegen 23.30 Uhr „entließ“ Mattarella die Gold-Ladys, die sich die Gelegenheit nicht nehmen ließen, noch ein Selfie zu knipsen. Rieder und Kainzwaldner schafften es wegen der Dopingkontrolle nicht zum Staatsoberhaupt. Sie trafen etwas später im Olympischen Dorf auf ihre Gold-Kolleginnen Vötter und Oberhofer. Zusammen wurde noch etwas gegessen, bevor es nach einer legendären Nacht zu Bett ging.
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