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So strahlen Olympiasiegerinnen. Andrea Vötter (links) und Marion Oberhofer. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'

n Rodeln Kunstbahn

So strahlen Olympiasiegerinnen. Andrea Vötter (links) und Marion Oberhofer. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'

Vötter, Oberhofer und ein besonderer Gold-Dank

Goldmedaille bei Olympia: Mehr geht für eine Kunstbahnrodlerin nicht. Andrea Vötter und Marion Oberhofer haben gestern Historisches geschafft. Und rangen danach sichtlich mit den Worten.

Aus Cortina d'Ampezzo

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Rennsportleiter Armin Zöggeler sprang völlig entfesselt auf die Bahn, Andrea Vötters Freund Kevin Fischnaller (Ex-Rodler und Cousin von Dominik Fischnaller) weinte hemmungslos, und schließlich war da eine Jubeltraube aus weißen Anzügen, unter denen sich die zwei Gold-Heldinnen verbargen. Um 19.13 Uhr war der Olympiasieg von Andrea Vötter und Marion Oberhofer Realität. Als die beiden schließlich in die Mixed Zone kamen, war es ein Satz, der ihnen immer wieder über die Lippen huschte: „Mir fehlen einfach die Worte.“ Goldmedaille bei Olympia – mehr geht im Leben einer Kunstbahnrodlerin nicht.


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„Als wir uns vor vier Jahren entschieden haben, im Doppelsitzer zu starten, war für uns klar: Wir wollen bei Olympia zu Hause starten. Jetzt stehen wir hier mit der Goldmedaille. Das ist ja unglaublich“, sagte eine völlig euphorische Vötter. Die 30-jährige Völserin, die mittlerweile bei ihrem Freund Kevin in Meransen wohnt, verschwieg nicht, dass es nicht immer einfach war. „Wir haben in unserer ersten Saison den Gesamtweltcup gewonnen, danach gab es aber auch Zeiten, in denen es nicht rund lief. Wir haben hart gearbeitet, das ist jetzt die Belohnung.“

Erinnerung an die Rodel-Legende

Marion Oberhofer hat gestern ihr erstes Olympiarennen bestritten – und kürte sich prompt zur Olympiasiegerin. Danach gab die 25-jährige Rodeneckerin eine nette Anekdote preis. „Die Person, die mich als Kind ans Rodeln herangeführt hat, war Gerda Weißensteiner“, so Oberhofer, die nun in die Fußstapfen ihrer ersten Trainerin tritt. Weißensteiner war nämlich die bislang letzte Südtiroler Kunstbahnrodlerin, die eine Olympia-Medaille gewinnen konnte – das war 1994 in Lillehammer. „Nach den Trainings habe ich von Gerda als Belohnung immer eine kleine Schokolade bekommen, das ist meine Lieblingssüßigkeit“, fügte Oberhofer mit einem Schmunzler an.

Nach der Goldfahrt gab es für Oberhofer (rechts) und Vötter (Mitte) noch ein Selfie mit Staatspräsident Sergio Mattarella. © ANSA / Paolo Giandotti

Nach der Goldfahrt gab es für Oberhofer (rechts) und Vötter (Mitte) noch ein Selfie mit Staatspräsident Sergio Mattarella. © ANSA / Paolo Giandotti


Bevor Vötter und Oberhofer zur großen Siegerzeremonie schritten, wollte Andrea noch etwas loswerden: „Ich widme diesen Olympiasieg meinen Eltern, unserem Team und all jenen, die es möglich gemacht haben, dass wir hier eine Rodelbahn bekommen. Dieses Gold ist ein kleines Danke an euch!“

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