n Rodeln Kunstbahn

Walter Plaikner blickt in Richtung Zukunft (Foto: Sobe)

Walter Plaikner verabschiedet sich von den „Azzurri“

Knapp 300 Tage fehlen noch bis zu den 22. Olympischen Winterspielen in Sotschi im Jahr 2014. Der 61-jährige Coach und ehemalige Athlet aus Kiens hat aber bereits jetzt die Entscheidung gefasst, im kommenden Jahr die Trainerzügel bei einer anderen Mannschaft in die Hand zu nehmen.

Immer wenn die Olympischen Spiele anstehen, bekommt Walter Plaikner Fernweh. Bei den letzten fünf Olympischen Winterspielen hat er fast immer das Gastgeberland betreut. 1998 in Nagano war er Cheftrainer der Japaner, vier Jahre später in Salt Lake City coachte er die US-Amerikaner, 2006 in Turin die „Azzurri“. Lediglich bei den Spielen 2010 in Vancouver blieb er den heimischen Athleten treu. Nun soll er im nächsten Jahr in Sotschi für das russische Team verantwortlich sein.

„Ich werde im kommenden Jahr sicher die Mannschaft wechseln. Wohin es mich ziehen wird, habe ich aber noch nicht entschieden. Mit 80%-iger Sicherheit werde ich jedoch nach Russland gehen. Sie haben mir bereits den Vertrag geschickt, ich habe aber noch nicht unterschrieben, da noch einige Details geklärt werden müssen. Ich will nicht das ganze Jahr unterwegs sein. Ein Angebot habe ich aber auch von der Mannschaft aus den USA bekommen“, so Plaikner auf Anfrage von SportNews.

Das Amt des Cheftrainers in der italienischen Nationalmannschaft der Kunstbahnrodler wird wahrscheinlich Kurt Brugger übernehmen.


Plaikner nicht nur als Trainer erfolgreich

Neben seiner langjährigen Trainerkarriere kann Plaikner aber auch auf eine erfolgreiche Laufbahn als Sportler zurückblicken: Gemeinsam mit Paul Hildgartner schaffte er 1971 bei der Heim-WM in Olang den Durchbruch, als sich das Duo im Doppelsitzer-Bewerb Gold holte. Im selben Jahr gewann das Duo aus der Gemeinde Kiens auch die Europameisterschaft.

Der Höhepunkt folgte allerdings ein Jahr später als sich Plaikner und Hildgartner bei den Olympischen Spielen im japanischen Sapporo zu Olympiasiegern kürten. Im Jahr 1973 sicherten sich die beiden schließlich WM-Bronze und 1974 kletterten sie bei der EM in Imst erneut auf das höchste Treppchen. Seine Karriere beendete Plaikner schließlich im Jahr 1976, nachdem er gemeinsam mit Hildgartner den Sieg im Gesamtweltcup unter Dach und Fach brachte.

Als Trainer war der Pusterer besonders mit Armin Zöggeler erfolgreich, den er 2006 in Cesana zu seinem zweiten Olympia-Gold, sowie vier Jahre später in Vancouver zu Bronze führte. Unter der Leitung des 61-jährigen Kieners erhöhte der Ausnahmesportler aus Völlan außerdem seine Medaillensammlung auf jeweils 16 WM- und EM-Medaillen (Einzel und Team) und kürte sich außerdem ab der Saison 2005/2006 sechs Mal in Folge zum Weltcup-Gesamtsieger.

Autor: sportnews

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