n Rodeln Kunstbahn

Armin Zöggeler in Sotschi 2014

Zöggeler zu Olympia-Silber: „Freude? Eher enttäuscht“

Armin Zöggeler wird aufgrund der nachträglichen Sperre von Albert Demchenko in der Sotschi-Rangliste wohl von Platz 3 auf Platz 2 vorrücken und somit Olympia-Silber einheimsen. Seine Gefühlslage ist aber ein wenig gemischt.

„Coni-Präsident Malagò hat mir die Neuigkeit mitgeteilt“, erklärte der 43-Jährige gegenüber der „Gazzetta dello Sport“. „Ich habe zu ihm gesagt, dass das mein Weihnachtsgeschenk ist, das war aber ein kleiner Witz. Für mich ändert sich in Wirklichkeit nicht viel. Natürlich – eine Silbermedaille ist immer wertvoller als Bronze. Doch schon während der Olympischen Spiele hat sich der dritte Platz für mich wie eine Goldene angefühlt. Vielmehr bin ich nun etwas enttäuscht. Die Sperre von Demchenko trifft unseren Sport sehr hart. Im Kunstbahnrodeln war es immer Gang und Gebe, dass nicht gedopt wird – diese Worte gelten jetzt nicht mehr.“

Zöggeler hatte mit dem gesperrten Demchenko auch persönlich ein gutes Verhältnis. „Ich kenne ihn seit Jahren, bin oft gegen ihn gefahren und auch heute treffen wir uns immer wieder auf der Bahn bei den Rennen (Demchenko ist nun als russischer Funktionär tätig, Anm. d. Red.). Dass er gedopt hat, tut schon ordentlich weh“, so das Rodel-Ass weiter.

Armin Zöggeler ist der einzige Athlet in der Geschichte der Olympischen Spiele, der bei sechs aufeinanderfolgendenTeilnahmen in der gleichen Disziplin immer eine Medaille errungen hat. 2014 wurde er hinter Felix Loch und Demchenko Dritter, nach dem Ausschluss des Russen wird er in der Rangliste wohl vorrücken.



SN/td

Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210